Wolfgang Krach verlässt die Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung
Wolfgang Krach, langjähriger Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung (SZ), ist zum Jahreswechsel zurückgetreten und hat die SZ nach 23 Jahren verlassen. Judith Wittwer führt die Redaktion künftig allein. Ulrich Schäfer bleibt stellvertretender Chefredakteur.
Einvernehmliche Trennung nach langen Jahren
Krach und die Gesellschafter hatten unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft der SZ. Beide einigten sich einvernehmlich auf seinen Abschied. Krach war 18 Jahre in der Chefredaktion, davon zehn als Chefredakteur. Der Verlag betont, dass er der SZ verbunden bleibt.
Christian Wegner, Geschäftsführer der Süddeutschen Zeitung, würdigt Krachs Arbeit: „Ich danke Wolfgang Krach für seinen langjährigen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Unter seiner Leitung entstanden preisgekrönte Recherchen wie die ,Panama Papers‘, die international Maßstäbe im investigativen Journalismus setzten.“
Auch Krach selbst blickt zurück: „Ich hatte – mit allen Höhen und Tiefen – 23 fantastische Jahre bei der SZ“. Auf diese Zeit blicke er dankbar und glücklich zurück.
Prägende Jahre für den investigativen Journalismus
Krach kam 2003 vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel zur SZ, wurde 2007 stellvertretender Chefredakteur und 2015 Chefredakteur, zunächst mit Kurt Kister, seit 2020 mit Judith Wittwer. In dieser Zeit baute die Redaktion besonders die investigative Recherche aus. Die Veröffentlichung der „Panama Papers“ mit dem International Consortium of Investigative Journalists erhielt 2017 den Pulitzer-Preis.