Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Zeitungen sind nachhaltig.

Die Übermittlung von Informationen auf Papier wird von Zeitungslesern besonders geschätzt. Gerade auf dem Papier werden die Menschen von vielen Informationen erreicht, nach denen sie nicht gezielt gesucht haben.

Der BDZV engagiert sich dafür, das Produkt Zeitung im Hinblick auf ökologische Herausforderungen zukunftsfähig zu machen, die Umwelt zu schützen und für nachfolgende Generationen zu erhalten. Der Einsatz nachhaltig gewonnener und umweltverträglicher Rohstoffe und Produktionsmittel steht dabei genauso im Fokus wie eine umweltverträgliche Logistik und eine effiziente und energiesparende Zustellung der Zeitungen an die Abonnenten.

Bewusst gedruckt

Zeitungen sind nicht weniger umweltfreundlich als andere Medien, auch wenn bei der Herstellung von Papier auf die Verwendung des natürlichen Rohstoffes Holz nicht restlos verzichtet werden kann. Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen bietet Papier jedoch eine große Zahl von Möglichkeiten für einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit wertvollen, nachwachsenden Ressourcen. Wir haben in Bezug auf Papier die sauberste Kreislaufwirtschaft, die es überhaupt gibt.

Zeitungen werden in Deutschland nahezu ausschließlich auf recyceltem Altpapier gedruckt. Bei der Herstellung von Recyclingpapier werden im Vergleich zur Herstellung von Frischfaserpapier bis zu 60 % der Energie, bis zu 70 % des Wassers, CO2-Emissionen und Abfall in erheblichem Umfang reduziert.

Der allergrößte Teil des Zeitungspapiers gelangt nach der Lektüre in den Recyclingskreislauf zurück. Als aktives Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Grafische Papiere (AGRAPA) setzt sich der BDZV seit mehr als 25 Jahren für die kontinuierliche Verbesserung des Recyclingskreislaufs ein.

Von Altpapier bis Zellstoff Alle Begriffe zum Thema "Nachhaltigkeit und Zeitungen" kurz erklärt (Quelle: bvdm.)

Altpapier

Für viele Papierprodukte werden schon lange keine oder kaum noch Frischfasern aus Holz verwendet. Die Produzenten von Zeitungen, Büchern, Haushalts- und Hygieneartikeln, Verpackungen und vielem mehr arbeiten mit dem deutlich günstigeren Rohstoff Altpapier. Dadurch werden viele Ressourcen wie z. B. Wasser und Energie eingespart. Zeitungen sind heute zu 100 Prozent recycelbar bzw. werden aus 100 Prozent Altpapier hergestellt.

Recycling

Der Altpapierkreislauf in Deutschland ist Weltklasse, vor allem, weil die Abfalltrennung hervorragend funktioniert. In der Druckproduktion wird bereits beim Einsatz verschiedener Materialien (Papier, Pappe, Farben, Lacke, Klebstoffe) darauf geachtet, dass diese den Recyclingprozess nicht behindern bzw. dass sie recycelbar sind. Dafür setzt sich die AGRAPA ein. Papierfasern können bis zu sechs Mal wiederverwendet werden und bieten so einen guten Rohstoff für neues Recyclingpapier.

Werbeprospekte im Briefkasten helfen Unternehmen, ihren Absatz zu steigern. Beilagen in Paketen von Onlineshops steigern die Konversionsrate. Gedruckte Wahlzettel sind die fälschungssicherste Methode für Wahlen. Gedruckte Mailings verzeichnen beste Erfolge beim Spendensammeln. Zeitschriften bieten größtmögliche Orientierung, gedruckte Zeitungen Infos auf einen Blick und Etiketten liefern nicht nur wichtige Verbraucherinformationen, sondern helfen, Shampoo von Haarentfernern zu unterscheiden. Gut, dass sich alle Druckprodukte unkompliziert klimaneutral herstellen lassen.

Bereits vor langer Zeit hat die Druck- und Medienwirtschaft begonnen, Energie einzusparen und auf erneuerbare Quellen zu setzen. Strom macht durchschnittlich zwei Prozent der Gesamtkosten eines Druck- und Medienunternehmens aus. Und trotzdem versuchen Unternehmer, ihren Bedarf auf ein Minimum zu reduzieren, oder produzieren den Strom sogar selbst.

Durchforstung

Das Stammholz ausgewachsener Bäume ist viel zu wertvoll für die Papier- und Druckindustrie. Es wird vor allem für Häuser und Möbel verwendet. Frischfasern für Papier kommen in Deutschland überwiegend aus Durchforstungsholz und Sägewerksabfällen. Bei der Durchforstung nehmen Forstwirte schwächere Bäume aus dem Wald heraus, um den übrigen Bäumen bessere Wachstumschancen zu geben.

Holzvorräte

Unsere Wälder leiden nicht unter Druckproduktionen. Holz wächst in Deutschland in sehr produktiven Wäldern mit Zuwachsraten von über 120 Millionen Kubikmeter im Jahr. Der Wald in Deutschland wird ständig aufgeforstet und ist damit über viele Generationen nachhaltig bewirtschaftet. Dadurch haben sich Vorräte von mehr als 3,74 Milliarden Kubikmetern Holz aufgebaut.

Regenwald

Die europäische Holzhandelsverordnung (European Timber Regulation EUTR) beaufsichtigt den Holzimport nach Europa strengstens. Damit dürfen illegal geschlagenes Holz und Holzprodukte nicht in der EU vermarktet werden. Alle Händler, die erstmals Holz oder Holzprodukte, also auch Papier, in der EU verkaufen, müssen die Sorgfaltspflichten der EUTR erfüllen. Aus Regionen wie Indonesien, in denen Raubbau betrieben wird, bezieht die europäische Papierindustrie daher keine Rohstoffe.

Wachstum

Rund 80 Prozent der Holzfasern, die in der europäischen Papierindustrie verwendet werden, stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern Europas. Da fortlaufend mehr aufgeforstet als abgebaut wird, werden die Wälder immer größer. Jeden Tag um 1.500 Fußballfelder.

 

Alles, was Menschen tun und produzieren, hinterlässt einen CO2-Fußabdruck. Die Emissionen, die bei der Produktion von Druckprodukten entstehen, können nach anerkannten Methoden kalkuliert, optimiert und dann auch kompensiert werden. Durch den Ankauf von Emissionszertifikaten werden Projekte gefördert, die an anderen Orten Emissionen einsparen.

Wasser ist eine kostbare Ressource und der Verbrauch wird kontinuierlich optimiert. Bei der Papierherstellung wird das Wasser im Kreislauf gefahren, das heißt zu 80 Prozent wiederverwertet. Im Druckprozess wird Wasser nur bei der Befeuchtung der Druckplatten und der technischen Anlagereinigung eingesetzt. Der Trend geht dahin, dass selbst diese Prozesse wasserlos erfolgen können.

Das Fachgremium des BDZV für Zustelllogistik und Zeitungszustellung, die Arbeitsgruppe Logistik, beschäftigt sich bereits seit Jahren intensiv mit Einsatzmöglichkeiten für effiziente und emissionsarme Zustellfahrzeuge.

Kooperationen mit dem Forschungsprojekt Smart City Logistik, an dem mehrere große Verlagshäuser beteiligt sind, erreichen, dass die Mitgliedsverlage des BDZV über den aktuellen Stand der Forschung ebenso gut informiert sind, wie über praktische Einsatzmöglichkeiten, verfügbare Fördermittel und praktische Erfahrungen über den Aufbau einer effizienten Zustell-Infrastruktur.

Zellstoff, ein unverzichtbarer Rohstoff für die Papierherstellung, besteht überwiegend aus Cellulose, die in Europa bisher hauptsächlich aus Holz aus Durchforstungen der Wälder sowie aus Abfällen der Sägewerke gewonnen wird. Für die Zukunft wird getestet, Zellstoff auch aus Weizenstroh zu gewinnen.

Auch im Recyclingkreislauf bleibt ein geringer Anteil von frischen Zellstoff unverzichtbar, da bei der Aufbereitung von Altpapier jeweils Fasern verloren gehen, die durch frische Fasern ersetzt werden müssen. In der Regel lassen sich Holzfasern im Papier mindestens zehn Mal wieder verwerten.

Arbeitsgruppen, Gemeinschaften und Verbände

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Christian Eggert

Christian Eggert

Leiter Verlagswirtschaft

T. +49 (0) 30 726298-221