Wächterpreis: Jury nominiert sechs Beiträge
Die Jury für den Wächterpreis (WP) hat sechs Beiträge für die wichtigste Auszeichnung nominiert, die die Zeitungsbranche für investigativen Journalismus zu vergeben hat.
In der Kategorie Der Wächterpreis wurden nominiert: Bastian Berbner: „Ihre Bestellung wird … vorbereitet …“, erschienen am 20. März 2025 in Die Zeit; Leonie Feuerbach: „Bett, Brot, Seife gegen Haft, Hunger, Straße“, erschienen am 27. Juni 2025 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung; sowie Jost Maurin: „Bauer sucht Entschädigung“, erschienen am 5. April 2025 in der wochentaz/taz.
Die Nominierten für das Wächterpreis-Stipendium sind: Benedikt Dietsch: „Die Bärentöter“, erschienen am 5. September 2025 im Recherche-Start-up Flip; Alexander Spöri: „Nach Zockerei am US-Immobilienmarkt: Bayerische Versorgungskammer verliert über 150 Millionen Euro“, erschienen am 18. September 2025 in der Abendzeitung München; und Erik Westermann: „Im Bann des Opfers: Anatomie eines Justizversagens“, erschienen am 29. März 2025 in der Braunschweiger Zeitung.
Die Nominierten und ihre Beiträge werden in den kommenden Monaten in den Medien des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und auf der Website www.waechterpreis.de vorgestellt. Die eigentlichen Preisträgerinnen und Preisträger der vom BDZV im Auftrag der fiduziarischen Stiftung Freiheit der Presse getragenen Auszeichnung werden erst am Tag der Preisverleihung in Berlin gewählt und am Abend bekannt gegeben. Die feierliche Verleihung findet am Abend des 6. Oktober im Tipi am Kanzleramt in Berlin statt.
Der Preis ist mit insgesamt 16.000 Euro dotiert. Die Namen früherer Preisträgerinnen und Preisträger sind unter www.waechterpreis.de abrufbar.
Mitglieder der Jury sind: Annette Binninger (Chefredakteurin Sächsische Zeitung), Moritz Döbler (Chefredakteur Rheinische Post), AndreasEbel, (Chefredakteur Ostsee-Zeitung), Nico Fried (Politikchef Stern) Jury-Vorsitz, Lars Haider (Chefredakteur Hamburger Abendblatt), Julia Lumma (Chefredakteurin und Geschäftsleitung Content VRM), Benjamin Piel (Chefredakteur Weser-Kurier), Andrea Rolfes (Chefredakteurin Neue Westfälische), Ulrike Winkelmann (Chefredakteurin taz - die tageszeitung). Vorsitzender der Stiftung Freiheit der Presse ist Tilmann Distelbarth, Verleger Heilbronner Stimme.
Der Wächterpreis 2026
Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) schreibt im Auftrag der fiduziarischen Stiftung Freiheit der Presse (Frankfurt am Main) den Wächterpreis 2026 aus. Ziel des Preises ist es, die investigative Leistung von Zeitungen und den Mitgliedern ihrer Redaktionen als einer Kernaufgabe der gedruckten wie der digitalen Presse zu würdigen.
Es werden zwei Auszeichnungen vergeben:
- der Wächterpreis, dotiert mit 6.000 Euro,
- das Wächterpreis-Stipendium für die investigative Leistung einer Redaktion, dotiert mit 10.000 Euro.
Mit der Neuausrichtung des 1969 gegründeten Wächterpreises wollen die ausschreibenden Institutionen zum einen wie bisher herausragende Leistungen von Journalistinnen und Journalisten auf dem Gebiet der investigativen Recherche öffentlich würdigen. Zum anderen sollen mit dem Stipendium Redaktionen ermutigt und bestärkt werden, ihrer Wächterfunktion nachzukommen, sei es lokal, überregional oder international.