US-Prozess zur Nutzung sozialer Medien
In Los Angeles prüft ein Gericht das Suchtpotenzial von Plattformen wie Instagram und YouTube. Das Urteil könnte viele ähnliche Klagen in den USA beeinflussen.
Vorwürfe und Verteidigung
Die 20-jährige Klägerin „KGM“ wirft den Plattformen vor, ihre Angebote absichtlich so zu gestalten, dass sie süchtig machen. Sie nutzt soziale Medien seit ihrer Kindheit und macht sie für Depressionen und Angstzustände verantwortlich. Sie kritisiert Funktionen wie das endlose Scrollen.
Instagram-Chef Adam Mosseri bestreitet eine klinische Abhängigkeit. Nutzer könnten viel Zeit mit der App verbringen, ähnlich wie bei einer Serie, seien aber nicht „klinisch süchtig“. Meta lehnt die Verantwortung für die psychischen Probleme der Klägerin dementsprechend ab. Die Anwälte des Unternehmens argumentieren, eine Belastung hätte schon vorher bestanden.
Positionen weiterer Plattformen
Auch YouTube weist die Vorwürfe zurück. Ein Anwalt erklärte, YouTube sei kein soziales Netzwerk, sondern ähnele Streaming-Diensten. Die Klägerin nutzte die Plattform zwischen 2020 und 2024 durchschnittlich 29 Minuten täglich.
Gegen Snapchat und TikTok strengte die Klägerin ebenfalls ein Verfahren an. Beide Unternehmen einigten sich jedoch vor Prozessbeginn auf einen Vergleich mit „KGM“. Details blieben unveröffentlicht.