Rheinische Post plant Übernahme der Westfälischen Medien Holding

Die Rheinische Post Mediengruppe und die Aktionäre der Westfälischen Medien Holding (WMH) haben eine Vereinbarung über die Übernahme sämtlicher Aktien geschlossen. Mit dem Schritt wird die Rheinische Post Mediengruppe ihre Position im regionalen Mediengeschäft in Nordrhein-Westfalen ausbauen. Die Freigabe durch das Bundeskartellamt steht noch aus.

Portrait Johannes Werle
Andreas Krebs/Rheinische Post Mediengruppe Johannes Werle, Vorsitzender der Geschäftsführung Rheinische Post Mediengruppe GmbH

Bedeutung für den Regionalmarkt

Zur Westfälischen Medien Holding gehören die Westfälischen Nachrichten, die Münstersche Zeitung, das Westfalen-Blatt, das Westfälische Volksblatt und die Allgemeine Zeitung Coesfeld. Hinzu kommen digitale Angebote, eine Druckerei, Logistik- und Serviceangebote sowie Lokalradioaktivitäten im Münsterland. Über Einzelheiten der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die bisherigen Gesellschafter begründen den Schritt mit den begrenzten Möglichkeiten, die Lokal- und Regionalzeitungsaktivitäten in der bisherigen mittelständischen Struktur weiter zu skalieren. Künftig setze die WMH für ihre Zeitungs-, Radio- und Druckaktivitäten auf einen größeren Verbund.

Nicht Teil der Transaktion

Ausdrücklich ausgenommen seien das digitale Venture-Capital-Geschäft innerhalb von Aschendorff Next, der Buchverlag Aschendorff und die Immobilienaktivitäten. Diese Bereiche sollen unabhängig von der Transaktion fortgeführt werden.

Die Rheinische Post Mediengruppe verweist darauf, dass die lokalen Titel und Angebote ihre regionale Verankerung behalten sollen. Zugleich erwartet sie zusätzliche Möglichkeiten im Digitalgeschäft innerhalb des größeren Verbunds.