Mehr Beschwerden beim Werberat

2025 erhielt der Deutsche Werberat deutlich mehr Beschwerden aus der Bevölkerung als im Vorjahr. Insgesamt gingen 1.948 Einzelbeschwerden ein, die 1.289 Werbemaßnahmen betrafen. 451 Fälle fielen in die Zuständigkeit des Werberats.

Präsentation Ergebnisse Werberat
Werberat

Zahlen und Entscheidungen 

Von den 451 geprüften Werbemaßnahmen beanstandete der Werberat 103 und kontaktierte die werbenden Unternehmen. Infolgedessen stoppten oder änderten diese 96 Werbemaßnahmen. Das entspricht einer Durchsetzungsquote von 93 Prozent. In sieben Fällen sprach das Gremium öffentliche Rügen gegen fünf Unternehmen aus. 

Am häufigsten beklagten sich die Beschwerdeführer über geschlechterdiskriminierende Werbung. Der Werberat bearbeitete 222 solcher Fälle, was 49 Prozent aller Fälle ausmacht. Der Anstieg könnte nach Angaben des Werberats mit der Einstellung des Meldeportals „Werbemelder*in“ im Januar 2025 zusammenhängen, das nun auf das Beschwerdeformular des Werberats verweist. 

Drei weitere Rügen 

In der Jahresbilanz nennt das Selbstkontrollgremium zudem drei weitere Rügen. Betroffen sind WIPA Auto und Reifenservice, Containertrans Linke GmbH und Gebrüder Hamann GbR. In allen drei Fällen sieht das Gremium Verstöße gegen Ziffer 5 der Verhaltensregeln, die Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen untersagen.