FAZIT-STIFTUNG lobt Troller-Preis aus
Die FAZIT-STIFTUNG und der Jüdische Journalistenverband JJJ schreiben für 2026 erstmals den Georg Stefan Troller-Preis aus. Der Journalistenpreis soll herausragende Berichterstattung über jüdisches Leben auszeichnen und nach Angaben der Initiatoren jährlich vergeben werden. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Journalistinnen und Journalisten mit Beiträgen, die zwischen Juli 2025 und Juni 2026 veröffentlicht wurden oder noch veröffentlicht werden. Auch Vorschläge durch Dritte sind möglich. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2026. Die Preisverleihung ist für Sonntag, 11. Oktober 2026, in Frankfurt am Main geplant.
Preis für Berichterstattung über jüdisches Leben
Der Preis würdigt Arbeiten, die jüdisches Leben in der Gegenwart sichtbar machen, differenziert darstellen und zum Verständnis jüdischer Lebensrealitäten im deutschsprachigen Raum und weltweit beitragen. Gesuchte Formate sind Recherche, Analyse, Reportage, Kommentar und dokumentarische Beiträge. Berücksichtigt werden demnach auch Arbeiten, die Antisemitismus sichtbar machen, ihm widersprechen und zu seiner Bekämpfung beitragen.
Der Preis ist nach dem Journalisten Georg Stefan Troller benannt, der als Jude 1938 vor dem Nationalsozialismus aus Wien fliehen musste, später als amerikanischer Soldat nach Europa zurückkehrte und in Paris zu einem prägenden deutschsprachigen Reporter und Dokumentaristen wurde. Troller war im September 2025 im Alter von 103 Jahren gestorben.