EPC reicht Beschwerde gegen Google ein

Der European Publishers Council hat bei der EU-Kommission eine Wettbewerbsbeschwerde gegen Google und dessen Mutterkonzern Alphabet eingereicht. Der Verband wirft den KI-Funktionen „Übersicht mit KI“ und „KI Modus“ vor, die marktbeherrschende Stellung in der Suche zu missbrauchen.

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Vorwurf der unzulässigen Nutzung

Laut EPC verwendet Google journalistische Inhalte von Verlagen, um seine KI zu trainieren und Antworten in Suchergebnissen zu generieren. Dies geschehe ohne ausdrückliche Zustimmung, ohne wirksame Opt-out-Möglichkeit und ohne angemessene Vergütung. Die KI-Zusammenfassungen erscheinen direkt oben auf der Suchseite.

Der Verband argumentiert, dass dadurch der Traffic auf Nachrichten-Websites sinkt. In der Folge gehen Werbeeinnahmen zurück, was das Geschäftsmodell der Verlage beeinträchtigt.

Forderungen an die EU-Kommission

Der EPC fordert von der EU-Kommission Maßnahmen, die Verlagen eine wirksame Kontrolle über die Nutzung ihrer Inhalte durch KI geben. Zudem verlangt der Verband mehr Transparenz über die Verwendung der Inhalte sowie ein faires Lizenz- und Vergütungssystem.

„Wenn diese Praktiken fortgesetzt werden, wird der Schaden strukturell und irreversibel sein“, erklärt Christian Van Thillo, Vorsitzender des EPC. Google weist die Vorwürfe zurück und spricht von falschen Behauptungen