Digital Independence Day setzt Zeichen für digitale Souveränität

Der erste Digital Independence Day (DI.DAY) hat am 4. Januar 2026 bundesweit Impulse für mehr digitale Unabhängigkeit gesetzt. Mehr als 30 Initiativen beteiligten sich an dem Aktionstag, der Menschen ermutigte, auf digitale Angebote zu wechseln, die Datenschutz, Resilienz und demokratische Werte stärken.

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Networks For Democracy gUG

Beratung und konkrete Wechselhilfen

Von Berlin bis München boten regionale Gruppen des Chaos Computer Clubs und weiterer Organisationen praktische Unterstützung an, etwa beim Wechsel von WhatsApp zu Signal oder von Windows zu Linux. Online luden unter anderem die Gesellschaft für Informatik und die Initiative Save Social zu Wechselsprechstunden ein, beispielsweise vom Netzwerk X zu Mastodon. Ergänzend stellte der DI.DAY sogenannte Wechselrezepte bereit – leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen für datenschutzfreundliche Messenger, Browser oder E-Mail-Anbieter.

Digitale Unabhängigkeit als gesellschaftliche Frage

Koordiniert wurde der Aktionstag von der Initiative Save Social. Mitgründer Björn Staschen sprach von einem starken gemeinsamen Signal gegen die Marktmacht großer Plattformen. Auch prominente Unterstützer warnten vor der wachsenden Abhängigkeit von wenigen Tech-Konzernen und deren Einfluss auf öffentliche Meinungsbildung. Kritik gab es unter anderem an der weiteren Nutzung des Netzwerks X durch staatliche Stellen. Eine von Save Social unterstützte Petition für den Ausstieg der Bundesregierung verzeichnet nach Angaben der Initiatoren mehr als 150.000 Unterstützende.

Der Digital Independence Day soll künftig an jedem ersten Sonntag im Monat stattfinden und wird von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis getragen.