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13. März 2019 | Pressemitteilungen

Elke Büdenbender: „Bildungsarbeit ist Friedensarbeit“

BDZV verleiht Bürgerpreis der deutschen Zeitungen an Friederike und Clemens Ladenburger und die „Maria Ladenburger Stiftung“

Bürgerpreis_2018_9046.jpgAls eine „zutiefst beeindruckende Geste“ würdigte in Berlin der Präsident des BDZV, Dr. Mathias Döpfner, die hochherzige Entscheidung von Friederike und Dr. Clemens Ladenburger, 2018 unter dem Namen ihrer vor drei Jahren von einem afghanischen Asylbewerber in Freiburg ermordeten Tochter Maria eine Stiftung für Studierende an der Universität Freiburg zu gründen.

Es wäre nur zu verständlich gewesen, so Döpfner, hätten die Eltern mit Hass, Verzweiflung, Anklage reagiert. Friederike und Clemens Ladenburger jedoch, beide von Haus aus Juristen, hätten „das Recht und die Nüchternheit des Rechtsstaats über den Hass und den gesunden Menschenverstand gestellt“. Er glaube, dass ihnen persönlich die Verankerung im Recht bei der Bewältigung dieses Schicksalsschlages geholfen habe.

Fotos: David AusserhoferFotos: David AusserhoferIn ihrer Laudatio hob Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, die „gelebte Nächstenliebe“ von Friederike und Clemens Ladenburger hervor: „Ich bin der festen Überzeugung, dass Bildungsarbeit auch Friedensarbeit ist“, sagte Büdenbender. „Denn Bildung ist der Schlüssel zu einem besseren Leben, zu einem selbstbestimmten Leben, in dem man auch anderen ihr Lebensglück gönnt, in dem man sich in die Gesellschaft einbringt und für sich und andere Verantwortung übernimmt.“

Bürgerpreis_2018_9010.jpgFriederike und Clemens Ladenburger bezeichneten die Stiftungsgründung vor den rund 130 geladenen Gästen aus Politik und Medien in Berlin als „ein Zeichen der Mitmenschlichkeit“: „Wir leben in komplexen, schwierigen Zeiten – und die Aufgaben, die sich der Gesellschaft stellen, sind groß“, erklärte das Ehepaar. Die Maria-Ladenburger-Stiftung wolle junge Menschen ermutigen, sich umfassend zu bilden und ihre Persönlichkeiten zu entwickeln, um diese Zeiten gestalten zu können. „Maria war eine Mutmacherin.“ Die Würdigung mit dem Bürgerpreis der deutschen Zeitungen habe aus „einem kleinen Zeichen ein größeres Zeichen der Mitmenschlichkeit in Marias Sinne gemacht“.

Der Bürgerpreis wird seit dem Jahr 2010 vom BDZV für herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgeschrieben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet als „Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres“ werden Personen, die auch jenseits ihrer eigentlichen Profession Herausragendes für die Gesellschaft leisten. Die deutsche Nationalität ist ausdrücklich nicht Voraussetzung. Vorschläge für die Würdigung können ausschließlich durch die Zeitungen eingereicht werden. Die Jury besteht aus den 259 Chefredakteuren der BDZV-Mitgliedsverlage.

Zuletzt als „Bürger des Jahres“ geehrt wurden die Gründer der Bewegung „Pulse of Europe“, das Ehepaar Sabine und Dr. Daniel Röder. Der Vorschlag kam gemeinsam von „Frankfurter Neue Presse“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“. Zuvor ging die Würdigung an den Autor und Essayisten Navid Kermani (nominiert von: „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Kölnische Rundschau“, „Express“, „Rheinische Post“ und Bonner „General-Anzeiger“), an Elisabeth Ehninger, Gründerin des Vereins Dresden - Place to be (nominiert von den „Dresdener Neuesten Nachrichten“), an den (2016 gestorbenen) Rupert Neudeck (nominiert vom „Kölner-Stadt-Anzeiger“), Gaby Wentland (nominiert vom „Hamburger Abendblatt“), Nora Weisbrod (nominiert von der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ und dem „Wiesbadener Kurier“), das Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer (nominiert von der „Ostsee-Zeitung“) sowie als ersten Preisträger 2010 an Thomas Beckmann (nominiert von der „Rheinischen Post“). Die aktuellen Preisträger Friederike und Dr. Clemens Ladenburger wurden gemeinsam von „Badischer Zeitung“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ nominiert.

Weitere Bilder von der Preisverleihung (auch zum Download in hoher Auflösung) finden Sie hier.

Ort: Berlin

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