Vier Verlage planen gemeinsamen Werbevermarkter
Die Verlage hinter FAZ, Handelsblatt, SZ und Zeit wollen einen gemeinsamen Werbevermarkter gründen. Die Pläne wurden am 16. Oktober beim Bundeskartellamt eingereicht. Eine Verlagssprecherin bestätigte das Vorhaben gegenüber Meedia, Horizont & Kress. Mit dem Zusammenschluss wollen die Unternehmen ihre Position im Wettbewerb um Werbebudgets stärken.
Vorgesehen sei, die bisherigen Vermarktungsstrukturen von IQ Digital, IQ Media und Republic zusammenzuführen. IQ Digital ist auf digitale Werbung ausgerichtet, IQ Media auf Print. Über das Joint Venture Republic vermarkten FAZ und SZ bereits ihre Printangebote mit crossmedialen Werbelösungen. Nach Informationen der Branchenmedien könnten die vier Verlage jeweils 25 Prozent an der neuen Gesellschaft halten.
Die bisherigen Beteiligungsverhältnisse sind unterschiedlich: An IQ Digital hält die Handelsblatt Media Group 55 Prozent, FAZ, SZ und Zeit besitzen jeweils 15 Prozent. IQ Media gehört vollständig zur Handelsblatt Media Group, während die Zeit dort Kunde ist. Angaben zum Namen der neuen Gesellschaft und zu ihrer künftigen Führung liegen bislang nicht vor.
Die Verlagshäuser versprechen sich von der gemeinsamen Vermarktung Kosteneffekte und eine größere Reichweite ihrer Werbeangebote. Damit wollen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber digitalen Plattformen stärken. Vor einer Umsetzung steht die Prüfung durch das Bundeskartellamt.