tbd startet „Mission 401“
Das Journalismus-Projekt tbd startet im Oktober die „Mission 401“. Das Gründerteam um Ann-Kathrin Hipp, Simon Berlin, Moritz Klein und Bojan Albers will dafür durch Deutschland reisen und Feedback aus allen 401 Landkreisen und kreisfreien Städten sammeln. Die Ergebnisse sollen bis zum Jahresende ausgewertet werden und in die Entwicklung eines neuen journalistischen Angebots einfließen, das 2027 starten soll.
Zum Auftakt setzt tbd auf eine mehrwöchige Listening Tour statt auf ein bereits fertiges Medienangebot. Interessierte können ihre Erwartungen über die Website tbd.land einbringen oder an Veranstaltungen vor Ort teilnehmen. Über Instagram und einen zweiwöchentlichen Podcast will das Team über den Projektfortschritt informieren. Als regelmäßige Mitwirkende sind unter anderem die Publizistin Gilda Sahebi, Wissenschafts-YouTuber Dr. Whatson (Cedric Engels) und Medienforscherin Prof. Alexandra Borchardt vorgesehen.
Unterstützt wird das Projekt vom dänischen Medienunternehmen Zetland. Nach Angaben von tbd wird dessen dialogorientiertes Angebot von mehr als 45.000 zahlenden Mitgliedern getragen. Zetland unterstützte 2024 bereits den Aufbau des finnischen Mediums Uusi Juttu, das laut tbd 23.000 Mitglieder zählt. Im August 2026 startete zudem das norwegische Partnermedium Demo mit rund 8.000 Mitgliedern.
Anfang 2027 sollen weitere Entscheidungen öffentlich und gemeinsam mit der entstehenden Community getroffen werden. Dazu zählen der Aufbau eines Mitgliedschaftsmodells via Crowdfunding und der finale Name des Angebots. Der Projektname tbd steht vorläufig für „to be discussed“, „to be decided“ oder „to be done“.