Stausberg wird BVDM-Präsident

Dr. Bertram Stausberg ist neuer Präsident des Bundesverband Druck und Medien e. V. (BVDM). Die Jahreshauptversammlung wählte den Geschäftsführer der Axel Springer Print Management GmbH am 26. Juni 2026 in Berlin. Stausberg tritt die Nachfolge von Wolfgang Poppen an, der sein Amt nach zwölf Jahren vorzeitig niederlegt.

Gruppenbild BVDM
© BVDM/Hans-Christian Plambeck v.l.n.r. Stefan Mail, Philipp von Trotha, Holger Busch, Kirsten Hommelhoff und Dr. Bertram Stausberg

Auch Vizepräsident Sönke Boyens legte sein Amt vorzeitig nieder. Boyens war seit 2003 Mitglied des Präsidiums und zwölf Jahre lang Vizepräsident des BVDM. Zu seinem Nachfolger wurde Stefan Mail, Geschäftsführer Mail Druck + Medien, gewählt. Er übernimmt im neuen Präsidium die Funktionen als Vizepräsident und Schatzmeister.

Dem Präsidium gehören außerdem Dr.-Ing. Steffen Leistner, Druckerei Zschiesche GmbH, als Vizepräsident sowie Kirsten Hommelhoff, Bundesverband Druck und Medien e. V., Holger Busch, Verband Druck und Medien Bayern e. V., Oliver Curdt, Verband Druck und Medien Nord-West e. V., und Philipp von Trotha, Verband Druck und Medien NordOst e. V., als Mitglieder an.

In seiner Antrittsrede betonte Stausberg nach Angaben des BVDM die Bedeutung einer schlagkräftigen Verbandsarbeit und des Zusammenspiels zwischen Bundesverband und Landesverbänden. Der BVDM stärke die Landesverbände und ihre Mitglieder durch Interessenvertretung auf nationaler und europäischer Ebene und sorge dafür, „dass die Anliegen der Druck- und Medienindustrie in Politik und Verwaltung Gehör finden“.

Die Delegierten legten zudem politische Handlungsfelder für das kommende Jahr fest. Dazu zählen der Abbau bürokratischer Belastungen, wettbewerbsfähige Energiepreise, die Sicherung von Fachkräften, die Förderung von Innovationen, mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt sowie verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen. Kirsten Hommelhoff erklärte, der Verband werde die Interessen der Branche „noch stärker in politische Entscheidungsprozesse einbringen“ und den Dialog mit den Verantwortlichen intensivieren.