Pressegroßhandel baut Digitalisierung aus
Der Pressegroßhandel hat 2025 seine Aktivitäten am Point of Sale und bei digitalen Geschäftsprozessen ausgebaut. Rund 20 bundesweite Aktionen umfassten 25.000 Bodendisplays. Zudem führte die Branche ein neues Belegungsschema für Presseregale ein. Die App Optipress verarbeitete seit Juni 2023 mehr als 22 Millionen Scans am Regal. Auch das Datenmanagement wurde nach Angaben des Gesamtverbands Pressegroßhandel konsolidiert und erweitert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vorbereitung auf die EU-Entwaldungsverordnung. Der Verband setzte sich erfolgreich mit BDZV, BVDM, MVFP und weiteren Organisationen der Papierwertschöpfungskette dafür ein, Druckerzeugnisse von den Vorgaben auszunehmen oder die Anforderungen praxistauglich zu gestalten. Diesen Kurs will er fortsetzen. Dabei richtet der Gesamtverband den Fokus nach eigenen Angaben insbesondere auf eine geringere bürokratische Belastung mittelständischer Unternehmen.
Für 2026/2027 nennt der Gesamtverband mehrere Prioritäten. Dazu gehören die Sicherung attraktiver Presseflächen im Lebensmitteleinzelhandel, der weitere Ausbau von Optipress sowie die Einführung des neuen Verpackungsrechts und der elektronischen Rechnung. Der Bericht ordnet diese Vorhaben in die laufenden Arbeiten an der Präsenz im Handel, der Digitalisierung und den regulatorischen Rahmenbedingungen für die Presseversorgung ein.
Nach Darstellung des Verbands war das Jahr 2025 von globalen Krisen, schwacher Konjunktur und intensiven Branchendebatten geprägt. Der Geschäftsbericht fasst die Aktivitäten des Verbands und seiner Mitglieder zusammen und ist als HTML- und PDF-Version verfügbar.