Meta soll 25 Milliarden Dollar Strafe zahlen
Ein Richter im US-Bundesstaat New Mexico hat gegen den Facebook-Konzern Meta eine Strafe von 25 Milliarden Dollar (22,25 Mrd Euro) festgesetzt. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit dem Datenschutz-Skandal um Cambridge Analytica im Jahr 2018. Zuvor hatten Geschworene entschieden, dass Facebook seine Nutzer mit Blick auf Datenschutz und Redefreiheit in die Irre geführt hatte.
Für die von den Geschworenen festgestellten Millionen Verstöße war jeweils eine Strafe von bis zu 5.000 Dollar vorgesehen. Der Richter errechnete zunächst einen Betrag von knapp 219,5 Milliarden Dollar, reduzierte ihn jedoch unmittelbar auf 25 Milliarden Dollar.
Ausgangspunkt des Verfahrens ist der 2018 bekannt gewordene Cambridge-Analytica-Skandal. Informationen aus einer Umfrage eines Datenforschers wurden zur Erstellung von Nutzerprofilen verwendet und an die Analysefirma Cambridge Analytica weitergegeben. Auch das Team des damaligen Kandidaten Donald Trump griff vor der US-Präsidentenwahl 2016 darauf zurück. Insgesamt waren rund 87 Millionen Nutzer-Accounts betroffen. Der Konzern zahlte unter anderem rund sechs Milliarden Dollar an die US-Regierung, um Ermittlungen zu dem Fall beizulegen.
New Mexico hatte 2021 Klage erhoben. Dabei ging es neben dem Umgang mit Nutzerdaten auch um die Meinungsfreiheit auf Facebook. Auslöser waren Enthüllungen aus der Aufarbeitung des Skandals. Ein Whistleblower-Bericht enthielt unter anderem den Vorwurf, dass einige prominente Accounts heimlich von Regeln für zulässige Inhalte ausgenommen worden seien.
(dpa)