Kölner Stadt-Anzeiger Medien stellen Regionalproduktion um

Die Kölner Stadt-Anzeiger Medien stellen die Produktion ihrer Regionalteile auf einen durchgängig digitalen Prozess um. Inhalte sollen künftig von den digitalen Regio-Teams kanalübergreifend erstellt und anschließend für neue journalistische Apps und Portale, das E-Paper sowie die gedruckte Zeitung aufbereitet werden. Damit entfallen die Aufgaben der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG), die bislang als eigenständiger Dienstleister die Regionalteile rund um Köln plant und produziert. Ihre Tätigkeit endet zum 30. September 2026. 57 Vollzeitstellen sind betroffen.

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Kölner Stadt-Anzeiger Medien

Die Geschäftsführung der RRG will mit dem Betriebsrat Gespräche über sozialverträgliche Lösungen aufnehmen. Neu zugeschnittene offene Stellen werden zunächst intern ausgeschrieben. Erste Journalistinnen und Journalisten der RRG haben sich nach Angaben der Kölner Stadt-Anzeiger Medien bereits erfolgreich bei den digitalen Regio-Teams beworben.

Als Grund für die Neuaufstellung nennt das Unternehmen die seit Jahren branchenweit sinkenden Zeitungsauflagen. Zugleich sollen neue Technologien wie KI wiederkehrende Produktionsschritte stärker automatisieren. Redaktionelle Ressourcen sollen dadurch gezielter für Recherche, Einordnung und Berichterstattung vor Ort eingesetzt werden. Publizistische Entscheidungen und die Verantwortung sollen vollständig bei den Journalistinnen und Journalisten bleiben.

Für Leserinnen und Leser sollen die Tageszeitungen weiterhin im bisherigen Umfang mit eigenen Lokalteilen und unveränderter Zustellung erscheinen. Gleichzeitig bauen die Kölner Stadt-Anzeiger Medien ihre digitalen Regionalangebote aus. In den kommenden Wochen sollen in den fünf Landkreisen rund um Köln erste lokale Digitalportale starten. Nach Angaben des Unternehmens sind in den vergangenen Monaten zudem mehr als 30 Vollzeitstellen für journalistische Angebote entstanden.