Holtzbrinck bündelt Handelsblatt, Tagesspiegel und DvH Medien

Aus der Handelsblatt Media Group, dem Tagesspiegel Verlag und der Dieter von Holtzbrinck Medien entsteht zum 1. Januar 2027 die neue Medien- und Informationsgruppe Holtzbrinck Media. Die Gruppe soll die publizistischen Marken Handelsblatt, WirtschaftsWoche, Tagesspiegel und die Background-Fachbriefings bündeln. Die Redaktionen erhalten mehr Verantwortung für die Weiterentwicklung ihrer journalistischen und digitalen Angebote.

Portrait Dieter von Holtzbrinck
Sebastian Berger / DvH Medien Dieter von Holtzbrinck

Investitionen in Technologie

Holtzbrinck Media will nach eigenen Angaben in Technologie, zentrale Wachstumsfelder und neue Geschäftsfelder rund um die journalistischen Marken investieren. Genannt werden Events, Communitys, Verticals sowie neue digitale Produkte und KI-gestützte Angebote. Künstliche Intelligenz und technologische Innovation sollen demnach stärker dazu beitragen, journalistische Produkte schneller, personalisierter und nutzerorientierter weiterzuentwickeln. In diesen Wachstumsbereichen will das Unternehmen zusätzliche Stellen im mittleren zweistelligen Bereich schaffen.

Die bisherigen Querschnittsfunktionen der einzelnen Medienhäuser sollen in einem gemeinsamen Fundament gebündelt und technologisch weiter ausgebaut werden. Investitionen sind unter anderem in Infrastruktur, Datenkompetenz, Plattformen und KI-Technologien vorgesehen. Damit will Holtzbrinck Media Prozesse effizienter gestalten, Innovation beschleunigen, die journalistischen Marken langfristig stärken und Voraussetzungen für weiteres Wachstum, neue Geschäftsfelder und mögliche Zukäufe schaffen.

Wasmuth führt Neuaufstellung

Mit der Neuaufstellung seiner Mediengruppe hat Dieter von Holtzbrinck Andrea Wasmuth beauftragt, CEO der Dieter von Holtzbrinck Medien und der Handelsblatt Media Group. Dieter von Holtzbrinck sagte, unabhängiger, sorgfältig recherchierter Journalismus sei „für unsere Demokratie wichtiger denn je“. Andrea Wasmuth erklärte, mit Holtzbrinck Media werde ein Medienhaus aufgebaut, das journalistische Kompetenz, Technologie und Produktentwicklung zusammen denke.