GIK analysiert Wandel im Nachrichtenkonsum

Die Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) hat am 1. Juli 2026 in München ihren aktuellen b4p-Trendreport „News im Wandel – Wie sich der Nachrichtenalltag verändert“ vorgestellt. Auf Basis einer repräsentativen Online-Befragung untersucht der Report, welche Medien und Formate für Nachrichten aktuell relevant sind, wie sich Nutzungsmuster unterscheiden und wie Angebote nach Qualität, Relevanz und Vertrauenswürdigkeit bewertet werden.

Schaubild Studie
Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK)

Etablier­te Nachrichtenmedien bleiben demnach zentrale Orientierungspunkte im Nachrichtenalltag. Für 85 Prozent der Befragten stehen Nachrichtenkanäle von Medien für aktuelle Informationen. 78 Prozent nehmen Nachrichtenmedien als wichtige Instanz zur Orientierung wahr, 74 Prozent für die Meinungsbildung und 73 Prozent für demokratische Teilhabe.

Kanäle nach Nutzungssituation

Die Befragten nutzen Nachrichten laut Report nicht mehr entlang einzelner Kanäle, sondern je nach Situation und Informationsbedürfnis. 62 Prozent erwarten, Nachrichteninhalte kanalübergreifend abrufen zu können. Für schnelle Information dominieren Nachrichten-Websites oder Apps mit 66 Prozent. Für vertiefte und strukturierte Information nennen 49 Prozent Zeitung oder E-Paper. Bewegtbildformate werden von 54 Prozent vor allem für unmittelbares Live-Erleben von Ereignissen bevorzugt.

Auch Social Media, Newsletter und Podcasts haben feste Funktionen im Informationsmix. 63 Prozent stoßen in sozialen Medien eher nebenbei auf aktuelle Nachrichten, jeder Zweite nutzt gezielt Social-Media-Kanäle etablierter Medienmarken für Schlagzeilen des Tages. 37 Prozent nutzen Newsletter für einen schnellen, strukturierten Überblick. Podcasts dienen 29 Prozent vor allem zur vertieften Beschäftigung mit komplexeren Themen. Für lokale und regionale Newsletter interessieren sich 71 Prozent, abonniert haben sie bislang 22 Prozent.

KI als Einstieg – Vertiefung in journalistischen Medien

KI-Anwendungen und Chatbots dienen laut Report vor allem als erster Zugang zu Nachrichten. 56 Prozent der KI-Userinnen und User nutzen sie zur ersten Orientierung und wechseln anschließend zu journalistischen Angeboten, um Informationen zu prüfen und zu vertiefen. 69 Prozent halten KI für hilfreich für einen ersten Überblick, vertrauen bei aktuellen Nachrichten aber eher Originalquellen. Besonders kritisch zeigt sich die Gen Z: 85 Prozent der 16- bis 29-Jährigen halten transparente Quellenverweise etablierter Medien in KI-Anwendungen für wichtig.

ZUM REPORT