Funke plant Schließung in Hagen
Die Funke Mediengruppe plant, das Druckzentrum in Hagen-Bathey voraussichtlich bis Mitte 2027 zu schließen. Die Druckproduktion ihrer NRW-Titel soll künftig extern vergeben werden. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt, dass Interessenausgleich und Sozialplan abgeschlossen werden. Erste Gespräche mit den Sozialpartnern haben nach Angaben des Unternehmens begonnen.
Fokus auf digitale Geschäftsmodelle
Funke begründet die geplante Neuordnung mit seiner digitalen Wachstumsstrategie und den seit Jahren veränderten Rahmenbedingungen im Druckgeschäft. Das Unternehmen will seine Ressourcen stärker auf digitale Geschäftsmodelle und weitere Wachstumsfelder konzentrieren. Die externe Vergabe der Druckproduktion sei Teil einer langfristigen Effizienz- und Investitionsstrategie.
Mit den Sozialpartnern soll der weitere Prozess nach Angaben des Unternehmens in einem konstruktiven und partnerschaftlichen Dialog gestaltet werden. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der geplanten Schließung betroffen wären, geht aus den Angaben nicht hervor. Christoph Rüth, für die Regionalmedien zuständiger Konzerngeschäftsführer von Funke, dankte den Beschäftigten für ihre Arbeit und ihren Beitrag zur zuverlässigen Produktion der Zeitungen.
Druckzentrum Braunschweig soll bleiben
Unabhängig von den Plänen für Hagen-Bathey wollen die Funke Regionalmedien ihre eigene Druckkapazität im Printbereich erhalten. Dafür soll das Druckzentrum Niedersachsen in Braunschweig weiterentwickelt werden. Funke prüft zudem, Teile des bisherigen Hagener Druckvolumens künftig dort zu produzieren. Eine Entscheidung über den Umfang dieser Verlagerung ist noch nicht gefallen.