Corint Media vermisst KI-Entscheidung

Corint Media begrüßt die EU-Sanktionen gegen Google grundsätzlich, sieht aber weiterhin eine zentrale Lücke: Googles KI-Dienste AI Overviews und AI Mode sind nicht Gegenstand der Entscheidung. Die Europäische Kommission hatte Google wegen unzulässiger Selbstbevorzugung eigener Dienste in der Suche (460 Mio. Euro) und Verstößen im Zusammenhang mit dem Google Play Store (430 Mio. Euro) mit insgesamt 890 Millionen Euro sanktioniert.

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Corint Media hatte die Europäische Kommission nach eigenen Angaben bereits im September 2024 auf wettbewerbliche Risiken von AI Overviews hingewiesen. Das Unternehmen warnt, dass KI-generierte Antworten in der Google-Suche auf Inhalte Dritter zurückgriffen und den Besuch der ursprünglichen Quellen zunehmend ersetzten. Die Kommission habe angekündigt, den Dialog zu diesem Themenkomplex fortzusetzen. Auch in einem Missbrauchsverfahren nach Art. 102 AEUV werde dieser Aspekt untersucht.

Dr. Christine Jury-Fischer, Geschäftsführerin von Corint Media, kritisiert, die Entscheidung verschaffe der europäischen Presse „noch keine Erleichterung“. Die Google-Dienste AI Overviews und AI Mode würden nicht geregelt. Die verhängte Strafe sei „gemessen an der wirtschaftlichen Bedeutung des Konzerns homöopathisch“. Corint Media verweist darauf, dass der DMA Bußgelder von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes ermögliche. Die nun verhängten 460 Millionen Euro entsprächen nach Angaben des Unternehmens nur rund 0,5 Prozent des 2025er-Umsatzes von Google in der EMEA-Region.

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