BVDM und ver.di einigen sich
Der Bundesverband Druck und Medien e. V. (BVDM) und die Gewerkschaft ver.di haben sich in der vierten Verhandlungsrunde auf ein neues Lohnabkommen für die Arbeitnehmer der Druckindustrie verständigt. Die Vereinbarung sieht drei Erhöhungen der Tariflöhne vor und hat eine Laufzeit von 29 Monaten.
Zum 1. Januar.2027 steigen die Tariflöhne für die gewerblichen Arbeitnehmer der Druckindustrie um 2,0 Prozent. Eine weitere Erhöhung um 1,0 Prozent folgt ab 1. Juli2027. Zum 1. April 2028 ist ein weiterer Anstieg um 2,0 Prozent vereinbart. Das Lohnabkommen ist erstmals zum 31. Dezember 2028 kündbar.
Ausbildungsvergütungen steigen stärker
Für Auszubildende haben die Tarifpartner eine überproportionale Erhöhung der Vergütungen um 7,0 Prozent vereinbart. Sie erfolgt in zwei Schritten von je 3,5 Prozent zum 1. November 2026 und zum 1. April 2028. BVDM und ver.di verbinden damit das Ziel, die Attraktivität der Ausbildungsberufe in der Druck- und Medienbranche zu steigern und den Fachkräftebedarf der Unternehmen zu sichern.
Der BVDM bewertet insbesondere die lange Laufzeit positiv. Sie verschaffe den Unternehmen nach Einschätzung des Verbandes Planungs- und Kalkulationssicherheit. Zugleich verweist BVDM-Verhandlungsführer Dr. Klemens Berktold darauf, dass der Abschluss zu einer spürbaren Erhöhung der Arbeitskosten führe. Die zusätzlichen Belastungen blieben aus Sicht der Arbeitgeber über die lange Laufzeit hinweg noch vertretbar.
Für die Gremien von BVDM und ver.di haben die Tarifpartner eine Annahmefrist bis zum 3. November 2026 vereinbart.