Boege übernimmt FAZ-Geschäftsführung
Johannes Boege wird zum 1. Januar 2027 neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Der 46-Jährige folgt auf Thomas Lindner, der seit 2014 der Geschäftsführung vorsaß und sein Amt niederlegt. Boege ist seit 2019 Mitglied der Geschäftsleitung der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) und stellvertretender CEO. Dort verantwortet er das Kerngeschäft sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens in der Schweiz und im deutschen Markt.
Mit dem Wechsel an der Spitze der Geschäftsführung verbindet die FAZ auch weitere personelle Veränderungen. Am 1. Januar 2027 tritt Helene Bubrowski in das Herausgebergremium ein. Sie wird zusammen mit Berthold Kohler die Politische Redaktion führen, die damit wieder wie bis 2014 eine Doppelspitze bekommt. Zudem wird sie sich mit Carsten Knop die Leitung der Online-Redaktion teilen. Dr. Volker Breid, der der Geschäftsführung seit 2018 angehört, bleibt Geschäftsführer und führt die Geschäfte übergangsweise allein weiter.
Auch der Vorsitz des Aufsichtsrats wurde neu besetzt. Prof. Dr. Dr. Andreas Barner legte den Vorsitz nieder, den er seit 2019 innehatte. Marika Lulay, seit April 2024 Mitglied des Aufsichtsrats und bisher stellvertretende Vorsitzende, übernahm den Vorsitz am 3. Juli 2026. Die Informatikerin leitete lange Jahre GFT Technologies, ein internationales, börsennotiertes Digitalunternehmen mit Sitz in Deutschland.
Barner bleibt der FAZ über das Kuratorium der FAZIT-Stiftung verbunden. Er trat Ende 2009 in das Kuratorium ein, übernahm 2016 dessen Vorsitz und wurde im selben Jahr in den Aufsichtsrat der FAZ GmbH gewählt. Die FAZIT-Stiftung ist Mehrheitsgesellschafterin der FAZ.