Axel Springer wird 80
Axel Springer begeht sein 80-jähriges Bestehen und beschreibt seine Entwicklung vom 1946 gegründeten Verlag zum „transatlantischen Medienunternehmen“. Heute hat das Unternehmen Zentralen in Berlin und New York, mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 25 Ländern sowie Marken in Kontinentaleuropa, den USA und seit dem Erwerb der Telegraph Media Group auch im Vereinigten Königreich.
Zu den frühen Titeln gehörten die „Nordwestdeutschen Hefte“, die Radiobeiträge dokumentierten und gedruckt zugänglich machten. Im selben Jahr startete die Programmzeitschrift Hör Zu, die knapp drei Jahre später erstmals eine Millionenauflage erreichte. 1948 folgte das Hamburger Abendblatt, 1952 Bild. Axel Springer setzte nach eigenen Angaben früh auf technische Neuerungen, etwa Farbdruck, Bildplatten als Vorläufer der DVD und Bildschirmtext. Einige Projekte scheiterten oder wurden nicht genehmigt, darunter das „Verleger-Fernsehen“ und später der Kauf der ProSiebenSat.1-Gruppe.
Nach dem Börsengang kurz vor dem Tod Axel Springers 1985 folgten wechselhafte Jahre. 2002 wurde Mathias Döpfner Vorstandsvorsitzender und richtete das Unternehmen gemeinsam mit Friede Springer stärker auf Digitalisierung aus. Welt, Bild und B.Z. gehörten zu den ersten digitalen Journalismusangeboten des Hauses. Zudem investierte Axel Springer in Digitalunternehmen wie Stepstone und Idealo. Die Internationalisierung begann 1986 mit Lizenzen für die neue Auto Bild und wurde in den folgenden Jahrzehnten ausgebaut, unter anderem in Polen und Ungarn.
2019 ging Axel Springer eine Partnerschaft mit dem Private-Equity Fond KKR und dem Pensionsfond CPPIB ein, 2020 verließ das Unternehmen die Börse. 2025 wurde es nach der geplanten Trennung von den Investoren wieder familiengeführt. Friede Springer und Mathias Döpfner halten zusammen rund 95 Prozent, dritter Eigentümer ist Axel Sven Springer.