AGRAPA übertrifft gesetzte Verwertungsquote
Die Arbeitsgemeinschaft Grafische Papiere (AGRAPA) hat die im Rahmen ihrer Selbstverpflichtung gegenüber dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) festgelegte Verwertungsquote für grafische Papiere erneut übertroffen. Mit einer Quote von 85,9 Prozent im aktuellen Berichtsjahr liegt die Branche über der zugesagten Zielmarke von 80 Prozent. Die Arbeitsgemeinschaft vereint neun Trägerverbände entlang der gesamten grafischen Papierkette, zu denen unter anderem der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger und der Bundesverband Druck und Medien gehören.
Halbierung des Mineralöleintrags angestrebt
Ein zentrales Thema der diesjährigen Sitzung war der schrittweise Umstieg auf mineralölfreie Druckfarben im Zeitungsdruck. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Qualität des Papierrecyclings langfristig zu sichern und den Eintrag von Mineralölbestandteilen in den Altpapierkreislauf zu reduzieren. Bereits im kommenden Berichtsjahr soll der Mineralöleintrag aus Zeitungsdruckfarben gegenüber dem Jahr 2020 um 50 Prozent gesenkt werden. Der aktuelle Jahresbericht zeigt jedoch, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um dieses Ziel vollständig zu erreichen.
Das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt würdigten die bisherigen Erfolge und hoben die Organisation als Beispiel für eine funktionierende industriegetragene Selbstverpflichtung hervor. Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage in den Zeitungsdruckereien bahne sich der Umstieg auf mineralölfreie Zeitungsdruckfarben im Zielkorridor an.
Volker Hotop als Vorsitzender wiedergewählt
Im Rahmen der Sitzung des Altpapierrates wurde Volker Hotop, Geschäftsführer bei Zeitungsdruck Dierichs, erneut zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Die Sitzung fand bei der Mediengruppe Offenbach-Post statt, wo bereits vollständig mineralölfrei gedruckt wird.