Wächterpreis 2026 für Bastian Berbner sowie für Erik Westermann und die Redaktion der Braunschweiger Zeitung

Die Jury für den Wächterpreis (WP) hat heute Abend in Berlin vor gut 300 Gästen zwei Journalisten und eine Redaktion mit der wichtigsten Auszeichnung gewürdigt, die die Zeitungsbranche für investigativen Journalismus zu vergeben hat.

In der mit 6.000 Euro dotierten Kategorie Der Wächterpreis geht die Auszeichnung an: Bastian Berbner: „Ihre Bestellung wird … vorbereitet …“, erschienen am 20. März 2025 in Die Zeit. Die Jury würdigt einen „perfekten Text“ von hoher politischer und wirtschaftlicher Relevanz über die manchmal kafkaesk anmutenden Beschaffungsvorgänge zwischen Rüstungsindustrie und Verteidigungsministerium. Berbner habe damit eine „starke Recherche zum richtigen Zeitpunkt“ geliefert, „auf die man auch noch in 30 Jahren zurückgreifen“ werde.

Preisträger für das mit 10.000 Euro ausgestattete Wächterpreis-Redaktionsstipendium sind Erik Westermann und die Redaktion der Braunschweiger Zeitung. Der Beitrag „Im Bann des Opfers: Anatomie eines Justizversagens“, erschien am 29. März 2025. Hier zeichnet die Jury einen Text aus, den sie „atemlos gelesen“ habe und der „beim Lesen immer besser wurde“. Neben der herausragenden Recherche des Autors hebt die Jury die gelungene Kombination des stark juristischen Themas mit der Lokalredaktion hervor, die unter anderem einen investigativen Schwerpunkt aufbaue. Die Würdigung gelte daher in gleichem Maß der Redaktion der Braunschweiger Zeitung.

Die Nominierten und ihre Beiträge werden auf der Website www.waechterpreis.de näher vorgestellt. Pünktlich zur Preisverleihung ist darüber hinaus eine Broschüre mit allen nominierten Texten erschienen.  Die Namen früherer Preisträgerinnen und Preisträger sind unter www.waechterpreis.de abrufbar. Seit Ende  2025 wird der Wächterpreis vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) im Auftrag der fiduziarischen Stiftung Freiheit der Presse vergeben.

Mitglieder der Jury sind: Annette Binninger (Chefredakteurin Sächsische Zeitung), Moritz Döbler (Chefredakteur Rheinische Post), AndreasEbel, (Chefredakteur Ostsee-Zeitung), Nico Fried (Politikchef Stern) Jury-Vorsitz, Lars Haider (Chefredakteur Hamburger Abendblatt), Julia Lumma (Chefredakteurin und Geschäftsleitung Content VRM), Benjamin Piel (Chefredakteur Weser-Kurier), Andrea Rolfes (Chefredakteurin Neue Westfälische), Ulrike Winkelmann (Chefredakteurin taz - die tageszeitung). Vorsitzender der Stiftung Freiheit der Presse ist Tilmann Distelbarth, Verleger Heilbronner Stimme. 

 

Der Wächterpreis 2026

    Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) schreibt im Auftrag der fiduziarischen Stiftung Freiheit der Presse (Frankfurt am Main) den Wächterpreis 2026 aus. Ziel des Preises ist es, die investigative Leistung von Zeitungen und den Mitgliedern ihrer Redaktionen als einer Kernaufgabe der gedruckten wie der digitalen Presse zu würdigen.

    Es werden zwei Auszeichnungen vergeben:

    • der Wächterpreis, dotiert mit 6.000 Euro,
    • das Wächterpreis-Stipendium für die investigative Leistung einer Redaktion, dotiert mit 10.000 Euro.

    Mit der Neuausrichtung des 1969 gegründeten Wächterpreises wollen die ausschreibenden Institutionen zum einen wie bisher herausragende Leistungen von Journalistinnen und Journalisten auf dem Gebiet der investigativen Recherche öffentlich würdigen. Zum anderen sollen mit dem Stipendium Redaktionen ermutigt und bestärkt werden, ihrer Wächterfunktion nachzukommen, sei es lokal, überregional oder international.

    Impressionen von der Preisverleihung 2026