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3. Mai 2019

Redaktionspaket zum Tag der Pressefreiheit

Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai stellt der BDZV auch dieses Jahr wieder ein umfangreiches Redaktionspaket mit Informationen, Grafiken, Statistiken, Titelseiten-Motiv und weiterem Material den Zeitungen zur Verfügung. Auf dieser Seite (wird laufend aktualisiert) finden Sie die Inhalte.

Download Redaktionspaket

Fonts for Freedom

Wohl kaum ein Tag ist besser dafür geeignet, eine verbotene Zeitung wieder zum Leben zu erwecken, als der 3. Mai – Internationaler Tag der Pressefreiheit. Ermöglicht wird dies durch eine dem BDZV zur Verfügung gestellte Initiative der Agentur Serviceplan Campaign Hamburg, die Schriftarten verbotener Tageszeitungen rekonstruiert hat, um sie als „Schriften für die Freiheit“ (Fonts for Freedom) wieder in Umlauf zu bringen.

Mit Hilfe von Tyographen der Berliner Designagentur bBoxType wurden dabei die hauseigenen Schriftarten von neun Zeitungen, die von den Regierungen der Türkei, Vietnams, Kambodschas, Tansanias, Ungarns, Aserbaidschans und Russlands verboten wurden, detailgetreu rekonstruiert.

Am 3. Mai können sich Zeitungen in Deutschland mit einer Seite, einem Beitrag, einer Notiz für einen Tag dank der anderen Schrifttypen in einen der verbotenen Titel verwandeln und an die unterdrückten Blätter erinnern. Wer keinen eigenen Text zum Thema Pressefreiheit schreiben möchte, kann sich auch aus dem Grundgesetz bedienen, beispielsweise aus Artikel 5, Absatz 1:

Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.
Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet.
Eine Zensur findet nicht statt.

Gestartet als Kampagne für Reporter ohne Grenzen 

Gestartet hat Serviceplan Campaign Hamburg die Kampagne „Fonts for Freedom“ bereits 2018 für die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen Deutschland. Die Intention: „Das Verbot von Verlagen und Zeitungen beschneidet die Meinungs- und Pressefreiheit als kostbares Gut der Demokratie. Allein im letzten Jahr wurden weltweit hunderte Journalistinnen und Journalisten verhaftet und ebenso viele Medienorganisationen zensiert oder geschlossen. Darunter etliche Zeitungen. Doch die Feinde der Demokratie haben erst gewonnen, wenn diese Zeitungen in Vergessenheit geraten. Mit Fonts for Freedom haben Reporter ohne Grenzen und die Agentur Serviceplan Campaign Hamburg die Schriften geschlossener Tageszeitungen zur Nachnutzung aufbereitet, um sie so mit jeder Verwendung zu Symbolen der Pressefreiheit werden zu lassen.“

Mehrere deutsche Tageszeitungen, darunter „Süddeutsche Zeitung“ (München), „Die Welt“ (Berlin), „taz – die tageszeitung“ (Berlin) und „Augsburger Allgemeine“ machten mit und gestalteten ihre Titel- und Medienseiten mit Fonts for Freedom anstelle ihrer eigenen Hausschriften. „Auf diese Weise wurden die einzelnen Tageszeitungen selbst zu Symbolen der Pressefreiheit“, schreibt Serviceplan.

Mehr auf der Website fonts-for-freedom.com

Auf der Website fonts-for-freedom.com können Unterstützer der Kampagne ein persönliches Statement für Pressefreiheit in einer der rekonstruierten Schriftarten verfassen und für die Aktion spenden. Unterdessen wächst das Archiv der Website mit Schriftarten zensierter Zeitungen weiter. Jeder ist dazu eingeladen, die Schriftarten herunterzuladen oder direkt zu verwenden, um die Botschaft unter die Leute zu bringen und in den sozialen Medien zu verbreiten. Fonts for Freedom ist somit eine ganzheitliche und fortlaufende Arbeit, die geschlossene Zeitungen in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, die betroffenen Journalistinnen und Journalisten im Kampf für Pressefreiheit unterstützt und Typografie auf innovative Weise zu einem demokratischen Werkzeug macht. Denn es gibt keine Freiheit ohne Pressefreiheit.

Hier finden Sie Material und weitere Informationen zu der Kampagne.

Download

Titelseite von Norbert Bisky

Download Titelseite „Rauschen“ (passwortgeschützt):

245X370 mm (4c)

280X420 mm (4c)

315X445 mm (4c)

370X528 mm (4c)

© Norbert Bisky und VG-Bild-Kunst, Bonn | Foto: Bernd Borchardt

 

Foto Norbert Bisky (Fotohinweis: Michaela Kühn)

Interview mit Norbert Bisky

Das autorisierte Interview mit Norbert Bisky, dem Künstler, der das diesjährige Motiv zum Internationalen Tag der Pressefreiheit für die Titelseiten der Zeitungen in Deutschland geschaffen hat, liegt in einer kurzen (2745 Zeichen) und einer längeren Version (6731 Zeichen) zum Abdruck vor und kann mit oder ohne Vorspann (zusätzlich 527 Zeichen) eingesetzt werden.

Download (PDF) kurze Version

Download (PDF) lange Version

Weltkarte der Pressefreiheit 2019 - Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen (ROG) veröffentlicht jedes Jahr die Rangliste der Pressefreiheit. Auf ihren Daten basiert die aktuelle Weltkarte der Pressefreiheit, die auch hier zum Download bereitsteht:

Weltkarte der Pressefreiheit 2019 (Standardauflösung)

Weltkarte der Pressefreiheit 2019 (druckfähige Auflösung, PDF)

Die Weltkarte der Pressefreiheit ist mit der Quellenangabe „Reporter ohne Grenzen“ frei zur Verwendung in Medienveröffentlichungen.

3. Mai 2019

Journalisten in die Schulen

Bereits seit längerem in Vorbereitung sind - deutschlandweit mit einem Schwerpunkt in Bayern - Aktivitäten, die sich unter dem Motto: „Journalistinnen und Journalisten in die Schulen“ zusammenfassen lassen. Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und jungen Leuten aus dem Erleben der eigenen Arbeit zu schildern, wie genau, gewissenhaft und sorgfältig Medien und hier insbesondere die Zeitungen bei der Berichterstattung arbeiten. Idealerweise erhalten die Teilnehmer, Schülerinnen und Schüler wie das Lehrpersonal, dabei nicht nur Einblicke in die journalistische Arbeit, sondern auch Tipps und Tricks zum Erkennen und Bewerten von Gerüchten, Halbwahrheiten, Propaganda und nicht zuletzt bewusst gestreuten „Fake News“.

Sinnvollerweise konzentrieren sich die verschiedenen Anbieter und Organisatoren eines solchen Angebots in diesem Jahr auf den 3. Mai als zentraler Tag der Pressefreiheit. Zugleich werden Besuchswünsche von Schulen aber nach Möglichkeit auch darüber hinaus erfüllt, zumal unabhängig von diesem Termin Redaktions- bzw. Schulbesuche häufig auch Bestandteil traditioneller Leseförderungsprojekte wie Zeitung in der Schule, ZiSch etc. sind.

Hier ein erster Überblick zum 3. Mai, ergänzt um Hinweise zum Download für Lehr- und Lernmaterial:

Der Verband Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV) gestaltet gemeinsam mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und zahlreichen anderen Medienpartnern, darunter viele Zeitungen, am 3. Mai den Schülermedientag (BDZV Intern berichtete. Nähere Informationen und Anmeldung.

Die „Süddeutsche Zeitung“ (München) bietet in diesem Zusammenhang als Summe ihrer Werkstattgespräche mit Schülern in den vergangenen Jahren unentgeltlich eine umfangreiche Materialsammlung an. Sie soll Interessenten aus Verlagen wie Schulen bei der Vorbereitung und Gestaltung von Redaktionsbesuchen in Schulen und umgekehrt unterstützen. Das Material kann hier heruntergeladen werden (Zip-Ordner).

Wie schon im vergangenen Jahr motiviert erneut die Deutsche Journalistenschule München DJS ihre Absolventen der zurückliegenden Jahre und Jahrzehnte, zurück an die Schulen zu gehen – und zwar an die jeweils eigene.

Auch die Reporterfabrik – Webakademie des Journalismus steht mit verschiedenen einführenden Videos zur Aktion zum 3. Mai bereit: Zur Einführung dient die Schülerbörse.

Weitere Produktionen beschäftigen sich mit Nachrichten:

und Fake News:

Hintergrund

3. Mai - Internationaler Tag der Pressefreiheit

Der 3. Mai steht für den Jahrestag der Erklärung von Windhoek, einer 1991 von afrikanischen Journalisten ausgearbeiteten Grundsatzerklärung mit der Forderung nach freien, unabhängigen Medien auf dem afrikanischen Kontinent und in aller Welt. Die Botschaft des Tages lautet, dass jeder Journalist überall auf der Welt das Recht haben muss, frei und ohne Angst berichten zu können.

Folgen Sie uns auf Twitter @bdzvpresse

Internationaler Tag der Pressefreiheit (World Press Freedom Day) #WPFD2019

CPJ-Kampagne One Free Press

Journalisten in Gefahr

Im Rahmen ihrer Kampagne One Free Press stellt das Committee to Protect Journalists (CPJ) mit Sitz in New York, USA, Schicksale von Journalisten vor, die sich unter fragwürdigen Umständen in Haft befinden, gegen die ermittelt wird oder bedroht werden. Hier stellen wir einige Fälle vor, die gern für redaktionelle Zwecke verwendet werden können:

Miguel Mora und Lucía Pineda Ubau (Nicaragua):

Im Dezember 2018 hat die Polizei in Nicaragua den Leiter, Miguel Mora, und die Nachrichtenchefin, Lucía Pineda Ubau, des TV-Senders 100% Noticias verhaftet. Beiden Journalisten wird „Aufruf zu Hass und Gewalt“ vorgeworfen. Bislang wird ihnen in Haft jeglicher rechtlicher Beistand verwehrt.

Azimjon Askarov (Kirgisistan):

(Foto: Sherzod Askarov)

Seit bereits neun Jahren sitzt der prämierte Journalist Azimjon Askarov in Haft in Kirgisistan. Askarov hatte über Menschenrechtsverletzungen berichtet, aufgrund dessen er in einem umstrittenen Prozess verurteilt wurde. Trotz internationaler Bemühungen um eine Haftentlassung halten die kirgisischen Behörden das Urteil aufrecht.

Maria Ressa und „Rappler“ (Philippinen):

(Foto: Dia Dipasupil/Getty Images für CPJ)

Ermittler des Justizministeriums der Philippinen haben am 13. Februar die Journalisten und Geschäftführerin des Online-Nachrichten-Magazins „Rappler“, Maria Ressa, im Redaktionsbüro in Manila verhaftet. Ressa wird eine Cyber-Diffamierungskampagne vorgeworfen. Sie wurde zwar am folgenden Tag aus der Haft entlassen, doch nun werden „Rappler“ Steuervergehen vorgeworfen. Das Committee to Protect Journalists (CPJ) und First Look Media sind Partner eines Fonds zur rechtlichen Unterstützung von Journalisten – Ressa and „Rappler“ sind die ersten Empfänger.

Rana Ayyub (Indien:)

Die freie Journalistin Rana Ayyub berichtet seit mehreren Jahren in Indien über Tabuthemen, wie beispielsweise Gewalt und Diskriminierung gegenüber Minderheiten und untere Kasten. Aufgrund dieser journalistischen Arbeit wird sie im Internet massiv bedroht. Unter anderem werden pornografische Aufnahmen verbreitet, in denen ihr Gesicht per Videobearbeitung eingefügt wird. Außerdem veröffentlichen ihre Gegner Ayyubs persönliche Telefonnummer und ihre Wohnadresse.

Anzeige zur Pressefreiheit

Die BDZV-Anzeige für die Pressefreiheit, sowie die Flash-Datei von Mitgliedsverlagen unentgeltlich – sei es als Füllanzeige oder als Illustration zu einem Artikel –  in jeder gewünschten Größe eingesetzt werden. Wir freuen uns, wenn Sie den Banner zur Pressefreiheit auf die Website www.bdzv.de/pressefreiheit verlinken.

Die Anzeigen können hier abgerufen werden: DOWNLOAD ANZEIGE