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05. Dezember 1997 | Pressemitteilungen

"Schwerer Schlag gegen die Kommunikationsfreiheiten"

Bonn, 5. Dezember 1997

Zeitungsverleger kritisieren Entscheidung der EU-Gesundheitsminister

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat heute in Bonn das von den Gesundheitsministern der Europäischen Union beschlossene Tabakwerbeverbot scharf kritisiert. Solange Zigarren und Zigaretten legal hergestellt, vertrieben und im Einzelhandel breit und kundennah angeboten würden, sei ein Werbeverbot für diese Produkte ein völlig ungeeignetes Mittel, den Konsum von Tabakprodukten zu verringern oder ihrem Mißbrauch vorzubeugen, erklärte BDZV-Hauptgeschäftsführer Volker Schulze. Das Tabakwerbeverbot sei ein schwerer Schlag gegen die Kommunikationsfreiheiten, die das Grundgesetz und auch die Europäische Konvention der Menschenrechte gewährleisteten.

Die Gefährdungen durch Genußmittel aufzuzeigen, sei vielmehr Sache einer gezielten Pädagogik, die im Elternhaus beginne und in der Schule fortgesetzt werden müsse. Auch die Medien, insbesondere Zeitungen und Zeitschriften, leisteten schon heute durch eine verantwortungsvolle Berichterstattung einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung der Bevölkerung über die Folgen eines übermäßigen Tabakkonsums, erklärte Schulze.

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