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06. April 2017 |

BDZV-Präsident Mathias Döpfner fordert europäisches Gesetz zum Schutz geistigen Eigentums

2016_Dr._Döpfner.jpg„Eine Gesellschaft, die den geistigen Leistungen nicht mehr traut, hat ihren Geist verloren“, das sagte BDZV-Präsident Dr. Mathias Döpfner in einem Doppel-Interview mit Dieter Gorny, Chef des Bundesverbands Musikindustrie, das die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 6. April 2017 veröffentlicht hat. Angesichts der Entdinglichung und Entmaterialisierung von Wirtschaft und Kultur in der digitalen Welt sei es wichtig, sich darüber klar zu werden, dass nicht nur materielle Güter einen rechtlichen Schutz genießen. „Es ist unverständlich, dass man bei geistigem Eigentum sagt, dass muss allen gehören. Was für ein großes Missverständnis! Das wäre die digitale Wiedergeburt einer radikalkommunistischen Idee, die durch die Geschichte konterkariert worden ist“, so Döpfner.

Der BDZV-Präsident wies auf die neuen, großen Akteure hin, deren „eigene erzkapitalistische Interessen“ nicht verwechselt werden sollten mit philosophischen Erwägungen wie: „Freiheit herrscht nur, wenn jedem alles kostenlos zur Verfügung steht.“ Zugleich räumte Döpfner ein, dass die Verlagsbranche weltweit den Fehler begangen habe, das Internet als Marketing-Instrument zu unterschätzen. Über inzwischen zwei Jahrzehnte hätten die Unternehmen ihre Produkte kostenlos weggegeben. „Das ist ein historischer Fehler. Es ist schwer, ihn zu korrigieren, aber nicht unmöglich, und das muss jetzt gelingen.“

Döpfners Fazit: Die Beteiligung der Verlagsunternehmen an den Erlösen, die Global Player wie Google in Deutschland unter Aushebelung des Leistungsschutzrechts mit Zeitungsinhalten machen, kann nur auf europäischer Ebene geregelt werden. „Alle Hoffnungen ruhen, was den Schutz des geistigen Eigentums und das Urheberrecht angeht, auf der europäischen Initiative Artikel 11. Das ist die zukunftsentscheidende Frage.“

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