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02. Juli 2001 | Digitales

Zukunft Breitband: Das Modell RTL

Eine Marke für alle Inhalte - multiple Kanäle / RTL setzt auf bewährte Cross-Media-Promotion

RTL New Media ist der unbestrittene Champion unter den deutschen Online-Angeboten, wenn es um den in Abrufzahlen gemessenen Erfolg von Websites geht. Jürgen Sewczyk, Direktor Technik, sprang kurzfristig für den verhinderten RTL-New-Media-Chef Thomas Hesse ein und gab Auskunft über die Strategie seines Unternehmens bezüglich künftiger Breitbandangebote. Cross-Media wird bei RTL bereits laufend praktiziert.

Mehr als 200 Millionen Seitenabrufe im Monat, eine Verdoppelung der Verweildauer der Nutzer auf den Seiten pro Nutzungstag, mit 2,1 Millionen "Unique Users" hinter der BBC-Website das zweit-beliebteste Online-Angebot ganz Europas - bei den Zahlen braucht sich RTL New Media nicht zu verstecken. Die Macher der Websites treffen den Geschmack des Publikums. Mit der zu erwartenden steigenden Verbreitung von breitbandigen Intenetzugängen werden sich die Bedürfnisse der Nutzer ändern. Sewczyk sieht hier einen Paradigmenwechsel für das klassische TV: "Interaktive Breitbanddienste vereinigen die Vorteile aller bisherigen Medien. Schon heute ist die Nutzungsdauer bei Breitbandnutzern viermal höher."

RTL positioniert sich als eine Marke für alle Inhalte und setzt auf eine Multi-Plattform-Strategie, die sich auch in der Technik widerspiegelt: ein Content-Management-System versorgt alle vier Channels. Bislang setzt RTL vor allem auf die Ergänzung starker TV-Inhalte um ergänzende Internet-Angebote. Die Sendung "Wer wird Millionär" erreiche beispielsweise zusätzlich zu den 14 Millionen TV-Zuschauern 90.000 Internet-Mitspieler pro Sendung (700.000 PageImpressions pro Minute während des Livespiels). Selbst das "Trainingslager", bei dem ohne Gewinnaussicht für das Spiel geübt werden kann, erziele täglich drei Millionen Seitenzugriffe. Ein ähnlicher Erfolg waren die erste und zweite Staffel von "Big Brother". Gut angenommen werde auch die Website von "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten".

Neben programmbegleitenden Inhalten zu Fernsehsendungen setzt RTL auf internetspezifische Serviceangebote. Beispiele hierfür seien "wetter.de" mit aktuellen Informationen aus 120.000 deutschen Städten oder das Special-interest-Angebot "Gamechannel".

"Enhanced TV" und digitale Set-Top-Boxen sind Zauberwörter, auf die RTL große Hoffnungen setzt. RTL World soll zu einem Entertainment- und Serviceportal werden. Neben Abstimmungen sollen E-Mail und E-Commerce möglich sein. Auf der Funkausstellung im August will RTL einen neuen "Broadcast Media Service" vorstellen. Für das interaktive Fernsehen müssten Internet-Inhalte gesondert aufbereitet werden.

Aktuelle Kooperationsprojekte mit Printprodukten innerhalb oder außerhalb der Bertelsmanngruppe waren Sewczyk nicht bekannt.

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