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19. September 2008 | Allgemeines

Zeitungen müssen redaktionelle Leistung und Qualität ausbauen!

Sechs Journalisten in Köln mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet

Über den Erfolg der Zeitungen in der digita¬len Informations- und Kommunikationskultur entscheidet vor allem die Qualität der redak¬tionellen Leistung. Diese müsse noch weiter ausgebaut werden – gedruckt, online und mobil. Das erklärte der Vorsitzende des Kura¬toriums Theodor-Wolff-Preis, Hermann Neus¬ser, zugleich Verleger des Bonner „General-Anzeigers“, anlässlich der Verleihung des Journalistenpreises der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis heute in Köln.

Auch der Kölner Verleger Professor Alfred Ne­ven DuMont rief seine Kollegen dazu auf, ver­stärkt Anstrengungen um die Qualität des Jour­nalismus zu unternehmen und trotz zu erwarten­der wirtschaftlicher Herausforderungen nicht am Redaktionsetat zu sparen. Es gelte, junge Jour­nalisten mit Schreibfreude und Begeisterungsfä­higkeit in die Redaktionen zu bringen. Neven DuMont appellierte ferner in seiner Rede vor rund 300 Gästen aus Medien, Kultur, Wirtschaft und Politik an die Zeitungsverlage, selbstbewusst ihre Interessen zu vertreten und verstärkt die Öffent­lichkeit zu suchen. Der Verleger regte in diesem Zusammenhang eine Messe der Zeitungswelt als Leistungsschau der Branche über alle Produkte und Vertriebswege an. Die Zeit der vornehmen Zurückhaltung sei vorbei. Die Politik finde zwar regelmäßig schöne Worte für die Zeitungsbran­che, um dann gleichwohl die politischen Rah­menbedingungen zu Lasten der Presse zu set­zen. Bestes Beispiel sei der ungebremste Expan­sionsdrang von ARD und ZDF im Internet.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an sechs Journalisten. Die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Sparte „Allgemeines“ erhal­ten Mark-Joachim Obert („Frankfurter Rund­schau“) und Thomas Kistner („Süddeutsche Zei­tung“, München). In der Kategorie „Kommen­tar/Glosse/Essay“ wird der Preis Carolin Emcke („Die Zeit“, Hamburg) zuerkannt. Und Stephan Hermsen („Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung“, Essen) sowie Miriam Opresnik und Özlem Topҫu („Hamburger Abendblatt“) erhalten die ebenfalls mit je 6.000 Euro dotierte Würdigung in der Kate­gorie „Lokales“. Der Verlag M. DuMont Schau­berg war Gastgeber der diesjährigen Festver­anstaltung im Kölner Wallraf-Richartz-Museum.

Bei dem zum 46. Mal vergebenen Preis handelt es sich um die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Sie erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendä­ren „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins fran­zösische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdi­schen Krankenhaus in Berlin. An der Ausschrei­bung hatten sich 357 Journalisten aus 103 Verla­gen beteiligt.

Der unabhängigen Jury zum Theodor-Wolff-Preis gehören an: Wilm Herlyn (Chefredakteur Deutsche Presse-Agentur, Hamburg), Bernd Hil­der (Chefredakteur „Leipziger Volkszeitung“), Bascha Mika (Chefredakteurin „taz – die tages­zeitung“, Berlin), Ulrich Reitz (Chefredakteur „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, Essen), Stephan Richter (Chefredakteur Schleswig-Hol­steinischer Zeitungsverlag, Flensburg), Evelyn Roll (leitende Redakteurin „Süddeutsche Zei­tung“, München), Werner Schwarzwälder (Autor, Konstanz), Franz Sommerfeld (Chefredakteur „Kölner Stadt-Anzeiger“) sowie Uwe Vorkötter (Chefredakteur „Frankfurter Rundschau“).

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