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25. Februar 2000 | Ausland

Weltverbände kritisieren Medienanklage in Südafrika

Der Weltverband der Zeitungen (WAN) und das Weltforum der Chefredakteure (WEF) haben am 21. Februar 2000 die Entscheidung der südafrikanischen Menschenrechtskommission kritisiert, wonach mindestens sechs Chefredakteure und eine unbekannte Zahl von Journalisten zu Anhörungen wegen Rassismusvorwürfe in den Medien vorgeladen werden. Wie der WAN mitteilt, wurden die Herausgeber/Chefredakteure der "Sunday Times", "Mail and Guardian", "Die Burger", "The Cape Times", "The Cape Argus", "You"-Magazine sowie Vertreter weiterer 24 anderer Nachrichten-Organisationen für Anfang März als Zeugen vor die Kommission beordert bei Androhung von Geldstrafen oder sechs Monaten Haft. In einem Schreiben an den südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki betonten WAN-Präsident Bengt Braun und WEF-Präsidentin Ruth De Aquino, dass sich mit Blick auf die Initiative der Menschenrechts-Kommission ihre "schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet" hätten. Es handle sich dabei um ein "absolut ungeeignetes Instrument, um solche Angelegenheiten zu verhandeln". Die Untersuchung sei "eine echte Bedrohung der Meinungsfreiheit und der verlegerischen Unabhängigkeit". Vor diesem Hintergrund forderten Braun und De Aquino den südafrikanischen Präsidenten auf, den Auftrag der Kommission zu überdenken und die Vorladungen an die Chefredakteure und Verleger zurück zu ziehen, "bevor weiterer Schaden an Südafrikas Image in der internationalen Gemeinschaft entsteht".

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