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14. Januar 2000 | Allgemeines

Verleger begrüßen Verbot von Gratis-Zeitung

Verschenken von redaktioneller Qualität verstößt gegen geltendes Wettbewerbsrecht

Der BDZV hat die Entscheidung des Landgerichts Berlin begrüßt, der zufolge der norwegische Medienkonzern Schibsted die kostenlose Verteilung der Zeitung "20 Minuten Köln" untersagt wird.

Das Gericht habe mit der einstweiligen Verfügung bestätigt, dass das Verschenken von redaktioneller Qualität gegen geltendes Wettbewerbsrecht verstoße, sagte BDZV-Hauptgeschäftsführer Volker Schulze am 6. Januar 2000 in Bonn. Der Verband setze darauf, dass die Entscheidung des Landgerichts in weiteren Instanzen bestätigt werde. Die Geschäftspraxis der Schibsted AG verurteilte der BDZV als "einen Angriff auf den gewachsenen Zeitungsmarkt". Offensichtlich gehe es dem norwegischen Konzern darum, das bewährte Modell "Vertrieb plus Anzeigen" zu zerstören. Ein solches Vorgehen könnte sich zu einer Gefahr für die Pressevielfalt in Deutschland entwickeln; hinter den meisten Zeitungen stünden kleinere und mittlere Verlage, die sich gegen das aggressive Marktverhalten eines Konzerns wie Schibsted nur schwer zur Wehr setzen könnten. Vorhaltungen von Seiten der Gratiszeitung, dass das Gericht mit seiner Entscheidung die Pressefreiheit beeinträchtige, bezeichnete der BDZV daher als "unverständlich und deplatziert".

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