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26. November 1997 | Digitales

Über vier Millionen Online-Nutzer

Ergebnisse der ARD-Online-Studie 1997

Rund 4,11 Millionen Personen ab 14 Jahren nutzen im Frühjahr 1997 Online-Angebote in Deutschland. Dies entspricht einem Anteil von 6,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

Wie bereits in anderen Studien festgestellt wurde, entspricht die Struktur der Online-Nutzer nicht der Struktur der Gesamtbevölkerung. Zwei Drittel der derzeitigen Online-Nutzer rekrutieren sich aus dem Segment der 20- bis 29jährigen, womit ihr Anteil doppelt so hoch ist, wie das Gewicht dieser Altersgruppe im Bevölkerungsdurchschnitt. Die über 50jährigen sind dagegen mit neun Prozent deutlich unterrepräsentiert. Nach wie vor ist die Online-Welt (noch) überwiegend eine Domäne der Männer (79 Prozent). Die Relation zwischen männlichen und weiblichen Online-Nutzern verschiebt sich jedoch zugunsten der Frauen, je jünger die Anwender sind. Im Segment der 14- bis 19jährigen trifft eine Online-Nutzerin auf 1,6 Online-Nutzer.

Online-Medien sind nach wie vor durch formal höher gebildete Nutzer (41 Prozent mit Studium) und Berufstätige (69 Prozent) geprägt. Der Großteil der Nutzer ist seit weniger als 18 Monaten online. Dieser Mehrheit stehen 13 Prozent Online-Pioniere gegenüber, die seit mehr als vier Jahren im Netz surfen. Einer der größten Kostenfaktoren bei der Online-Nutzung sind die reinen Telefonkosten, die monatlich durchschnittlich mit 66,70 Mark zusätzlich zu den Providergebühren zu Buche schlagen. Die Spitzenzeiten der Online-Nutzung liegen werktags zwischen neun und zwölf Uhr, am Wochenende hingegen nach 21 Uhr. Im intermedialen Wettbewerb scheint die Online-Nutzung sich vorwiegend auf den TV-Konsum auszuwirken. 34 Prozent der Befragten gaben an, weniger Zeit für das Fernsehen zu haben, elf Prozent hören weniger Radio und 16 Prozent lesen weniger.

Basis der Untersuchung ist eine repräsentative Befragung, bei der 1003 Personen aus dem Kreis der Online-Nutzer telefonisch zu ihrem Nutzungsverhalten interviewt wurden.

Quelle: Media Perspektiven 10/1997

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