Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

16. August 2016 | Lob und Preis

Theodor-Wolff-Preis 2016: Der Nominierte Jörg Thomann

Erstmals gab die Theodor-Wolff-Preis-Jury in diesem Jahr keine Sieger bekannt, sondern wählte pro Kategorie drei Nominierte aus; die eigentlichen Preisträger werden am Tag der Verleihung am 7. September in Berlin gewählt und am Abend bekannt gegeben. Bis dahin stellt der BDZV im Newsletter „intern" die Nominierten vor. Heute: Jörg Thomann mit „Das Ende der kleinen, heilen Welt“ („Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung").

Jörg Thomann (Foto: Helmut Fricke)Jörg Thomann (Foto: Helmut Fricke)Jörg Thomann, Jahrgang 1971, kommt aus Berlin, wo er nach dem Abitur Publizistik, Politologie und Lateinamerikanistik studierte. Er verließ die Hörsäle für ein Auslandsjahr in Costa Rica und die Redakteursausbildung an der Berliner Journalisten-Schule. 1995 hospitierte er im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), für die er fortan über das Mediengeschehen aus Berlin berichtete. Der Journalist schloss 1998 mit einer Arbeit zur Fernsehkritik das Studium ab. Danach wurde er Pauschalist fürs „FAZ"-Feuilleton und für die „Berliner Seiten“ der „FAZ". Im Mai 2001 wurde er Medienredakteur in Frankfurt. Neun Jahre später wechselte er in das Ressort „Leben“ der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Thomann schrieb ein Buch über Idole von gestern und heute („Unsere Helden – Von Flipper bis Lady Gaga“) und eines über spät erfüllte Jugendträume („Alter, was geht?“). Er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Sein Text „Das Ende der kleinen, heilen Welt“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) ist für den Theodor-Wolff-Preis 2016 in der Kategorie „Meinung" nominiert.

In einem Satz: Worum geht es in Ihrem Artikel?

  • Der Artikel stellt viele Fragen dazu, wie sich unsere Gesellschaft durch die Zuwanderer verändern könnte – und versucht, ein paar Antworten zu geben.

Wie entstand die Idee zu Ihrem Beitrag und wie haben Sie recherchiert?

  • Die Recherche bestand darin, dass ich viel über die sogenannte Flüchtlingskrise gelesen und mit zahlreichen Menschen darüber gesprochen habe. Es ist eines der Themen, zu denen jeder eine Meinung hat und die extrem polarisieren. Wie sehr, das habe ich beispielsweise bei einem Abendessen mit Bekannten erfahren, die sich zu meiner Bestürzung als Sympathisanten von AfD und Pegida erwiesen. Der Artikel ist mein Versuch, auch auf ihre Argumente Antworten zu finden.

Vor welchen Herausforderungen standen Sie dabei?

  • Ich musste für mich die Fragen beantworten: Ist in dieser Debatte nicht schon alles gesagt worden? Klinge ich in weiten Teilen meines Textes womöglich naiv? Und ist es für Journalisten nicht manchmal auch völlig in Ordnung, naiv zu klingen?

Wie wurden Sie dabei unterstützt?

  • Von meinen Kollegen aus der „Leben“-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die mich darin bestärkten, den Text zu schreiben, und mir wertvolle Rückmeldungen gaben.

Was macht für Sie persönlich guten Journalismus aus?

  • Das lässt sich so knapp kaum beantworten. Guter Journalismus sollte informieren, überraschen, zum Nachdenken anregen – und, für mich ganz wichtig: Er sollte auch Spaß machen dürfen.

Was braucht ein herausragender Artikel?

  • Manchmal gar nicht viel. Ein kluger Gedanke, ein verblüffendes Stilmittel: Mitunter reicht das schon. Es darf natürlich gerne auch von allem mehr sein.

Was erwarten Sie von der Preisverleihung am 7. September in Berlin?

  • Wie man so schön sagt: Begegnungen, Gespräche, Horizonterweiterung. Gute Unterhaltungen und Unterhaltung.

Zum nominierten Text

zurück