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10. Juli 2020 | Namen und Nachrichten

Regionale Tageszeitungen stehen für Qualität und Vertrauen

Score-Media-Infografik-Zeitungsfacetten-2020.jpgScore-Media-Studie „Zeitungsfacetten 2020“: Für 70 Prozent der Bevölkerung ist unabhängiger Journalismus unerlässlich, um umfassend informiert zu sein. Die Redaktion einer Tageszeitung garantiert inhaltliche Qualität, sagen 60 Prozent. Eine fundierte Medienberichterstattung ist nicht nur in Corona-Zeiten wichtig für Information und Aufklärung der Gesellschaft. Dass die regionalen Tageszeitungen hier unersetzlich sind, zeigt die vierte Ausgabe der Score-Media-Studie „Zeitungsfacetten“. Im Auftrag der Score Media Group hat Dentsu Aegis Resolutions für die repräsentative Studie rund 5.500 Personen befragt. Laut Zeitungsfacetten 2020 halten 70 Prozent der Befragten und 75 Prozent der Leser regionaler Tageszeitungen professionellen Journalismus für unerlässlich, um umfassend über das aktuelle Geschehen in der Welt, in Deutschland und in der Region informiert zu sein. 60 Prozent der Befragten und 68 Prozent der Leser regionaler Tageszeitungen bezeichnen dabei die hinter einer Tageszeitung stehende Redaktion als Garanten und Gütesiegel für die Qualität der Inhalte. Die Tageszeitung liefere verlässliche Fakten und ordne die Themen profund ein, sagen 57 Prozent der Bevölkerung und 66 Prozent der Leser. Die Hälfte der Bevölkerung und 57 Prozent der Leser finden außerdem, dass man sich auf die Inhalte einer Tageszeitung verlassen kann, da sie von der Redaktion auf ihre Korrektheit geprüft sind.

Regionale Zeitungsmarken als starker Absender

Die hohe Glaubwürdigkeit und das Vertrauen gelten laut der Studie des Crossmedia-Vermarkters auch für die Online-Angebote der regionalen Tageszeitungen. 51 Prozent der Bevölkerung (57 Prozent der Leser) vertrauen Online-Nachrichten eher, wenn sie von einer vertrauenswürdigen Quelle wie einer Tageszeitung stammen.

Wesentlich kritischer werden dagegen soziale Netzwerke beurteilt. Nur knapp jeder fünfte Befragte (22 Prozent) und rund jeder vierte Zeitungsleser (24 Prozent) ist der Ansicht, dass die in den sozialen Netzwerken angebotenen Nachrichten ausreichen, um gut informiert zu sein. Nur elf Prozent der Bevölkerung und 15 Prozent der Leser verlassen sich darauf, dass die Nutzer dort nur korrekte Inhalte posten.

Print ist beliebteste Nutzungsform

Acht von zehn Deutschen haben im letzten Jahr regionale Tageszeitungen genutzt. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) lesen mindestens wöchentlich ihre Abozeitung. Beliebteste Nutzungsform ist mit 47 Prozent unverändert die gedruckte Zeitung, 39 Prozent nutzen die Online-Angebote und 19 Prozent das noch junge, aber mit einem Plus von 36 Prozent gegenüber der Vorjahresumfrage stark wachsende Segment der E-Paper.

Digitale Angebote werden häufiger genutzt, Print wird intensiver gelesen

Dabei bestehen laut Studie Unterschiede bei der Nutzung von Print und Digital: Auf die digitalen Angebote wird häufig zugegriffen – 41 Prozent der Nutzer besuchen (mehrmals) täglich das Webangebot ihrer regionalen Tageszeitung (Print 37 Prozent, E-Paper 35 Prozent).

Die gedruckte Ausgabe wird wiederum besonders intensiv gelesen – 77 Prozent der Leser studieren die Inhalte mindestens 15 Minuten lang, ein Viertel sogar bis zu einer Stunde. Im Vergleich dazu werden die digitalen Angebote eher gesnackt (54 Prozent der Nutzer lesen online mindestens 15 Minuten), in der Mitte – quasi als Hybrid – positioniert sich das E-Paper (62 Prozent der Nutzer vertiefen sich mindestens eine Viertelstunde in die Inhalte).

Ein weiterer Fokus der Zeitungsfacetten liegt auf der Nutzung und den Nutzungsmotiven von Anzeigenblättern, die knapp neun von zehn Personen (88 Prozent) regelmäßig kostenlos erhalten. Die zentralen Erkenntnisse: Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) nutzt sie mindestens wöchentlich. Dabei gehören für 71 Prozent Anzeigenblätter einfach zum Alltag dazu, knapp zwei Drittel (65 Prozent) würden sie vermissen und ein Viertel gibt sein Wochenblatt auch an andere weiter.

„Sei es in Bezug auf Nachrichten, Informationen und deren Einordnung wie auch als praktischer Ratgeber für Konsumentscheidungen: Die diesjährigen Zeitungsfacetten belegen aufs Neue die bedeutende Rolle der regionalen Tageszeitungen wie auch der Anzeigenblätter für den Alltag der Menschen“, so Carsten Dorn, Geschäftsführer der Score Media Group. Die regionalen Tageszeitungen und Anzeigenblätter seien in der globalisierten Welt für die Menschen eine wesentliche Konstante und erreichten sie genau dort, wo sie leben, konsumieren und zuhause seien.

Download der Charts zur Studie „Zeitungsfacetten 2020“

Weitere Informationen zur Score Media Group unter www.score-media.de.

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