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24. Juli 1997 | Allgemeines

Pfeifer fordert Schulfach "Medienkunde"

"F.A.Z."-Aufsichtsratsvorsitzender eröffnet Vortragsreihe der Forschungsstelle für Medienrecht und Medienwirtschaft in Marburg

Die Einführung des Fachs Medienkunde an deutschen Schulen und Hochschulen hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z.), Hans-Wolfgang Pfeifer, gefordert. Dies solle dazu beitragen, daß sich die Menschen künftig besser vor Informationsüberflutung in der Mediengesellschaft schützen könnten.

Pfeifer sprach zum Auftakt einer Vortragsreihe der Forschungsstelle für Medienrecht und Medienwirtschaft der Philips-Universität Marburg über die Zukunft der Medien in Deutschland. Trotz wachsender Konkurrenz von Hörfunk, Fernsehen und Online-Diensten beurteile er die Zukunft der Printmedien optimistisch. Pfeifer wörtlich: "Die Druckmedien sind auch im ausgehenden 20. Jahrhundert ein die Kultur prägendes Element. Zeitungen könnten, wie der Aufsichtsratsvorsitzende weiter ausführte, als einziges Medium die Realität annähernd objektiv und sachlich wiedergeben. Dagegen vermittele das Fernsehen eine "eher spielerische Welt, eine Welt als permanente Show".

Die Informationskompetenz der Zeitungen sei naturgemäß höher als die des Fernsehens. Zudem hätten Zeitungsverlage große Anstrengungen unternommen, um sich den Bedürfnissen der Leser anzupassen und ihre Stärken auszubauen. Die Nachfrage nach Realität, Orientierung, Interpretation und Wertvermittlung der Menschen sei die Chance der Tageszeitung. Deshalb wäre es falsch, "das publizistische Angebot der Druckmedien eilfertig den elektronischen Medien anzugleichen".

Die Forschungsstelle für Medienrecht und Medienwirtschaft wurde im Wintersemester 1996/1997 gegründet. Entstanden ist sie durch eine Anregung der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, die auch Mittel für die Anschubfinanzierung bereitgestellt hat. Sie soll "in engem Kontakt mit der Medienpraxis Lehre und Forschung" fördern, beispielsweise durch Lehrveranstaltungen, Forschungsprojekte, Veröffentlichungen oder die Betreuung empirischer Untersuchungen. Wissenschaftlich geleitet wird sie von Prof. Dr. Volker Beuthien, Prof. Dr. Georgios Gounalakis, Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Marburg, und von Dr. Frank Meik, Vorsitzender der Geschäftsführung der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH.

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