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21. Dezember 2000 | Allgemeines

Papierindustrie produziert hart "am Anschlag"

VDP-Präsident Holzhey erwartet Augenmaß in der Wirtschaftspolitik

In der deutschen Papierindustrie sind die Kapazitäten sehr hoch ausgelastet. In einigen Sektoren arbeiten die Maschinen hart am "Anschlag", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Papierfabriken (VDP), Georg Holzhey, anlässlich der Mitgliederversammlung am 8. Dezember 2000 in Berlin. Es werde in diesem Jahr neun Prozent mehr Papier, Karton und Pappe hergestellt als im Vorjahr.

Der Umsatz werde in diesem Jahr 24 Milliarden Mark erreichen und die Produktion 18 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe betragen. Nach einer schwierigen Phase Mitte der 90er Jahre habe die Branche seit 1998 einen erfreulichen Aufschwung erlebt und befinde sich nun in einer guten wirtschaftlichen Lage. Die deutsche Papierindustrie sei mittelständisch geprägt. Etwa 60 Prozent der Fabriken befänden sich mehrheitlich im ausländischen Besitz. Sorgen bereiteten der Branche die gestiegenen Energiepreise und Kostenerhöhungen für Altpapier. Je nach Sorte seien die Preise um das Drei- bis Dreizehnfache gestiegen.

Bei einem Anteil von einem Prozent am Bruttosozialprodukt stehe die Papierindustrie aber an fünfter Stelle beim Energieverbrauch. Auch schlage der Einkauf des in US-Dollar zu bezahlenden Zellstoffs negativ zu Buche. Holzhey kritisierte die Pläne der Bundesregierung zur Verlängerung von Abschreibungsfristen für Maschinen und forderte, die im Jahr 1977 mit den Finanzministerien ausgehandelten Sonderabschreibungsregelungen beizubehalten. Holzhey mahnte gegenüber dem Bundeswirtschaftsminister an, die Branchen spezifischen Vereinbarungen bei den Abschreibungstabellen beibehalten. Die Papierindustrie sei überaus Kapital intensiv und unterliegen einem rasanten technischen Wandel. Ein Investitionsvolumen der Branche von 2,4 Milliarden Mark in den letzten 18 Monaten unterstreiche dies.

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