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14. Oktober 2010 | Allgemeines

Null Euro - kein Preis für Tablet-Angebote

Expertenrunde diskutiert Chancen und Risiken von Apps für Nachrichtenverlage

Apps für Smartphones und Tablet-PCs sind der Schlüssel, der erlernter Kostenloskultur der digitalen Welt zu entkommen, darin waren sich die Referenten des vom BDZV und Verband Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV) veranstalteten Panels „Zeitungen in der Paid-Ära“ einig. „iPad und Co. manifestieren, dass journalistische Leistungen Geld kosten“, konstatierte Werner Lauff, Online-Experte und Verfassung der BDZV-Studie E-Publishing.

Medientage IIUm dieses „positive Grundrauschen“ dauerhaft zu konservieren, sei es jedoch mehr denn je notwendig, verschiedene Zielgruppen mit verschiedensten Apps für verschiedenste Situationen zu verwöhnen. „Die Tablet-PCs bieten den Verlagen die Möglichkeit, all das zu publizieren, wofür in der gedruckten Fassung keine Platz ist oder sich zu wenig Leser fänden“, meinte Meinolf Ellers, Geschäftsführer der dpa-Infocom. Vorstellbar wären beispielsweise Stadtteil- oder Kleinstadt-Apps, die von Geschichten über den regionalen Fußballverein bis zur Schulaufführung alles präsentierten. Aber Anwendungen über die Diskussionen rund um das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ wären nach Ansicht der Verlags- und Technikexperten vorstellbar. Denn die Menschen wünschten sich komprimiert Informationen zu Themen, die bewegen und polarisieren. „Und diese Informationen sollten die liefern, die am besten über Regionales Bescheid wissen und das sind die Zeitungen“, erklärte Ralf Geisenhanslüke, Chefredakteur der „Schwäbischen Zeitung“ (Leutkirch).

Für den Erfolg von App-Angeboten sei darüber hinaus elementar, dass diese die Leser verführten. „Die Tablets geben uns erstmals die Möglichkeit, unsere Geschichteninszenierung von der gedruckten Zeitung auch in die digitale Welt zu überführen“, erläuterte Heiko Scherer von DuMont.net aus Köln.

Medientage IIIAls größte Herausforderung für die zukünftige Entwicklung von Apps nannte André Schneider, Head of Product Strategy bei Samsung, die unterschiedlichen Plattformen: „Wir können nicht fünf verschiedene Plattformen bedienen, die in verschiedensten Sprachen und Größen operieren. Wir müssen Lösungen finden, dass sich die Nachrichten-Apps möglichst automatisiert erstellen lassen“, erläuterte er.

Um überhaupt erst einmal erste Erfahrungen mit der Thematik Apps und Tablets beziehungsweise Smartphones zu sammeln, empfahl Olaf Conrad, Geschäftsführer DPV Deutscher Pressevertrieb aus Hamburg, auch mit einfachen PDF-Versionen zu experimentieren. „Die Kür kann im nächsten Schritt kommen“, so der Vermarktungsexperte.

Ort: München

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