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01. Juli 2008 |

Modelle der Redaktionsorganisation

Wer stemmt den Mehraufwand, um Mehrwert zu generieren?

Lieber die Videos für den eigenen Internet-Auftritt in Auftrag geben oder selbst produzieren? Und wenn selbst produziert werden soll, wie organisiert man die Strukturen in der Redaktion?

Wer kümmert sich um was? Beim Aufbau und der Umsetzung von einem eigenem Online-Video-Angebot haben sich drei Modelle der Redaktionsorganisation bei deutschen Zeitungen herauskristallisiert.

Die Anderen: Modell der externen Aufträge

Beschreibung und Anforderung:

Ortsansässige TV-Sender, zum Verlag gehörige Video-Produktionsunternehmen, unabhängige Video-Dienstleister oder auch Fotografen übernehmen die Produktion der Videos. Die Themen werden von der Redaktion in Konferenzen festgelegt und an die externen Dienstleister in Auftrag gegeben. Die Umsetzung obliegt meist den Produzenten selbst.

Vorteile:

  • professionelles Equipment
  • Bild, Ton und Schnitt sind meist qualitativ hochwertig durch ausgebildetes Personal
  • Themen werden meist im Voraus geplant
  • übersichtliche Honorierung, meist pro Beitrag oder bei Kooperation feste Modelle nach Paketen

 

Nachteile:

  • lange Wege bei der Absprache der Themen, gerade bei aktuellen Inhalten
  • lange Wege bei der Vernetzung mit der inhaltlichen Kompetenz der Redakteure
  • meist an Produktion für das Fernsehen, nicht für das Web angelehnt
  • Motivation der Redaktion: wenig Identifikationsmöglichkeit mit den Videos, externer Fremdkörper
  • wenig Einfluss der Redaktion auf die Umsetzung
  • Dienstleister sind nicht in jedes Thema eingearbeitet, es können Hintergründe und Bezug zu Beiträgen fehlen

 

Wir selbst: Modell des 360-Grad-Journalisten

Beschreibung und Anforderung:

Sie werden als „die eierlegende Wollmilchsau“ bezeichnet, als Allrounder oder 360-Grad-Journalist. Neben Stift und Notizblock sollen sie sich bei Presseterminen noch den Foto-Apparat umhängen, eine Videokamera in der Hand halten und das passende Stativ geschultert haben. Während die einen über die Last der crossmedialen Berichterstattung stöhnen, springen andere begeistert auf, um gezielt neue Möglichkeiten zu erlernen und zu nutzen. Wichtige Bedingungen sind motivierte Redakteure und zentrale Ansprechpartner zur Koordination und Hilfestellung.

Vorteile:

  • schnelle Reaktionszeit, aktuelle Themen können direkt auch als Video umgesetzt werden
  • Keiner ist kompetenter in der thematischen Berichterstattung als die Redakteure vor Ort
  • Motivation, eigene Formate zu entwickeln, selbst Ideen einzubringen und umzusetzen
  • durch crossmediale Ausbildung der Redakteure, besteht die Möglichkeit bei der Berichterstattung das passende Medium zu wählen, es müssen nicht zwingend alle Kanäle bedient werden

 

Nachteile:

  • Kurzfristig gesehen, qualitativ eher minderwertige Videos
  • hoher Schulungs- und Weiterbildungsaufwand
  • Experimentierphase mit hohem Zeit- und Kostenaufwand
  • Kollision mit bisherigen Arbeitsaufgaben, Überlastung
  • nicht jedem liegt die Umsetzung durch Videos, was sich in der Qualität bemerkbar macht.
  • meist fehlendes Fachpersonal
  • qualitative Abstriche machen: perfektes Bild, Ton, Schnitt, Inhalt nicht gebündelt „nebenher“ leistbar
  • meist mehr Arbeit, ohne mehr Zeit

 

Die von uns: Modell Video-Kernteam in der Online-Redaktion

Beschreibung und Anforderung:

Sie sind das Video-Kernteam, die zentralen Ansprechpartner in der Redaktion bei Video-Fragen jeder Art. Sie planen die Themen in Absprache mit den Redakteuren, gehen selbst auf den Dreh und übernehmen die Post-Produktion sowie die Integration der Videos auf der Website. Ihr Know-How ist die Video-Produktion, gepaart mit den Ansprüchen der Tageszeitung und ihren Themen.

Vorteile:

  • zentrale Steuerung und Koordination
  • nah dran am Redaktionsalltag / Ansprechpartnern / Themen
  • multimediale Kompetenz, die Videos effektiv auf der Website zu integrieren
  • speziell für die Zeitung und deren Video-Angebot angeeignete Fachkompetenz
  • kurzer Rückkanal für Redakteure
  • Ideen zur Weiterentwicklung der Formate durch intensive Beschäftigung mit der Materie

 

Nachteile:

  • Themenspektrum begrenzt, da oft noch sehr kleines Team
  • nicht in jedes Thema eingearbeitet, fehlende Hintergründe
  • zeitliche Überforderung

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