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13. Mai 2003 | Allgemeines

Ministerpräsident Teufel will Internetangebot von ARD und ZDF beschränken

Zeitungen sind nicht unbegrenzt belastbar / 50 Jahre VSZV

Baden-Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel möchte das Internetangebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf programmbezogene Angebote beschränken.

„Ich möchte hier zu einer etwas restriktiveren Regelung kommen, so dass künftig der Online-Bereich bei ARD und ZDF nur noch ausschließlich programmbezogene Angebote enthält“, erklärte der Ministerpräsident weiter. Der Intendant des Südwestrundfunks, Peter Voß, behauptete, die ARD übe im Online-Bereich größte Zurückhaltung. Sie betreibe dort keine Werbung, kein Sponsoring und keinen E-Commerce. Die ARD suche und führe das Gespräch mit Zeitungsverlagen über einen vernünftigen Interessenausgleich. „Wir informieren, bilden und unterhalten programmbezogen.“ Voß fügte hinzu: „Wir brauchen aber auf diesem Feld wie auch sonst keine Überregulierung, die auf eine Strangulierung hinausläuft.“ Dagegen werde sich die ARD zur Wehr setzen. „Wir meinen, das Land hätte andere Sorgen, als uns mit einer Überdrehung der Regulierungsschraube einmal mehr nach Karlsruhe zu treiben.“

 

Der wiedergewählte VSZV-Verbandsvorsitzende Valdo Lehari, Verleger des „Reutlinger Ge-neral-Anzeigers“, appellierte an Politiker und Ge-werkschaften, die Tageszeitungen nicht unbegrenzt zu belasten. Sie könnten nicht „jede Dimension des Wettbewerbs ohne Auswirkungen aushalten“. In einem Land der Pressevielfalt wie in Baden-Württemberg könne nur eine wirtschaftlich gesunde und freie Presse ihre Aufgaben für die Demokratie erfüllen. Diese Pressevielfalt gelte es zu bewahren. Lehari wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die baden-württembergischen Zeitungen in den vergangenen zwei Jahren bis zu 40 Prozent ihrer Anzeigenumsätze verloren hätten. Noch im März 2003 seien in Baden-Württemberg die Anzeigenseiten im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresmonat um 11,6 Prozent zurückgegangen. Viele Verlage stünden vor extremen wirtschaftlichen Herausforderungen. Gleichzeitig sei die Tageszeitung jedoch „unverändert das glaubwürdigste und reichweitenstärkste Werbemedium“.

 

Anlässlich der Jahrestagung, bei der die baden-württembergischen Zeitungsverleger zugleich das 50jährige Jubiläum der Landesorganisation festlich begingen, war Valdo Lehari in seinem Amt als VSZV-Vorsitzender einstimmig wiedergewählt worden. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Christine Bechtle-Kobarg (Verlegerin der „Esslinger Zeitung“) und Björn Jansen (Geschäftsführer des „Mannheimer Morgens“) gewählt. Dem VSZV gehören heute insgesamt 54 Verlage an.

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