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25. April 2006 | Namen und Nachrichten

Kleineres Format bringt nicht mehr Auflage

Nach Ansicht des Weltverbands der Zeitungen (WAN) hat eine Umstellung auf das Tabloid oder das Berliner Format bei Tageszeitungen kaum Einfluss auf die Auflagenentwicklung. Zwar sei die Auflage beim Umstieg auf das Tabloid-Format bei einigen Zeitungen kurzfristig um zehn bis 15 Prozent gestiegen, teilte der WAN in einer Pres­semitteilung mit. Nach einem Jahr zeigten jedoch nur noch wenige Zeitungen Auflagengewinne, die bei maximal einem Prozent lägen. Allerdings gebe es bei kleinerem Format eine höhere Zu­friedenheit der Leser mit dem Produkt. Der An­stieg bei den Werbeumsätzen hänge jedoch da­mit zusammen, dass die Verlage bei der Format­umstellung auch eine Umstellung der Abrechnung für Anzeigen einführten. Der WAN erklärte, es sei ein „Mythos“, dass Leser von der Größe der Zei­tung auf deren Qualität schlössen. Eine ausführli­che Diskussion dieses Themas wird für den Weltkongress der Zeitungen in Moskau erwartet.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt – bezogen auf Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland – die TNS Emnid Medienforschung. Dem Bielefel­der Marktforschungsinstitut zufolge gab jeweils ein Fünftel der Nutzer an, eine Zeitschrift oder eine Zeitung im kleineren Format (also eine Po­cket-Zeitschrift oder eine Taboid-Zeitung) wäre ihnen lieber. Dagegen fürchten jeweils rund zwei Fünftel der Leser, darunter vor allem Ältere, dass das kleinere Format sich nachteilig auf die Les­barkeit auswirken könne. Laut TNS Emnid wird die kleinformatige Ausgabe darüber hinaus als weniger wert(ig) empfunden – bei beiden Medien meinte jeweils ein Viertel der Leser, die kleine Publikation „müsste billiger sein als dieselbe Aus­gabe in einem größeren Format“. Nur aber etwa jeder zehnte Zeitungs- und Magazinleser sei der Meinung, dass man bei einem kleineren Format weniger für sein Geld bekomme. Aussagen gab es auch zum typischen Ort der Zeitungslektüre: Danach widmen sich 93 Prozent der Zeitungsle­ser ihre Lektüre zu Hause. Als weitere Orte folgen Arbeitsplatz (zwölf Prozent), Wartezimmer (neun Prozent), Friseur (sechs Prozent), unterwegs in Bus oder Bahn (fünf Prozent) sowie bei Freunden oder im Cafe (je vier Prozent).

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