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21. Oktober 2013 | Allgemeines

Immer mehr Leser zahlen für Inhalte im Netz

62 Verlage mit Paid-Content-Angeboten

Die deutschen Zeitungen seien auf einem guten Weg, eine Bezahlkultur für journalistische Inhalte auch im Internet zu etablieren. Das erklärte der BDZV am 2. Oktober 2013 bei der Konferenz „Zeitungen machen mobil“ in Hamburg (siehe dazu Artikel auf Seite 6). Mittlerweile hätten 62 Titel Paid-Content-Modelle auf ihren Websites installiert. Gegenüber dem Vorjahr bedeute dies einen Zuwachs um gut 60 Prozent. 2011 hatten zehn Titel Bezahlangebote im Netz.


Der Großteil der Verlage (73 Prozent) setze dabei auf das Freemium Model. Hierbei entscheiden die Redaktionen, welche Artikel kostenpflichtig sind. Ein Fünftel nutze die sogenannte Metered-Variante, bei der sich nach einer bestimmten Anzahl an Klicks (meist zehn bis 20 Beiträge pro Monat) die Bezahlschranke senkt. Bei einer kleineren Zahl an Verlagen (fünf Prozent) seien sämtliche Artikel nur gegen Entgelt lesbar und ein Haus setze auf eine freiwillige Bezahlung.

„Die Menschen sind bereit, für gute Inhalte auch in der digitalen Produktwelt der Verlage zu bezahlen, das ist die wichtigste Nachricht“, betonte Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der BDZV-Geschäftsleitung, vor den Teilnehmern der Fachkonferenz. Neben den Werbeerlösen seien wachsende Vertriebsumsätze die Voraussetzung für erfolgversprechende Geschäftsmodelle der Verlage.

Wie die Expertise weiter zeigt, haben die Nutzer bei zwei Drittel der Verlage die Wahl zwischen dem Abschluss eines Online-Abos (teilweise in Kombination mit dem E-Paper) oder dem Erwerb eines Tagespasses. Gut 27 Prozent der Zeitungen offerieren ausschließlich ein digitales Abonnement und bei fünf Prozent besteht nur die Möglichkeit, einzelne Artikel zu kaufen. Die Liste mit den Zeitungen, die Paid Content eingeführt haben, finden Sie unter www.bdzv.de/paidcontent.html.

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