Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

26. Februar 2004 | Allgemeines

Hundhausen: Wichtiger Schritt in eine Tarifpolitik, die besser auf wirtschaftliche Bedingungen der Branche eingeht

Einigung nach acht Verhandlungsrunden / Notwendige Veränderungen des Manteltarifvertrags wurden erreicht

Für BDZV-Verhandlungsführer Werner Hundhausen ist der Tarifabschluss ein „wichtiger Schritt in eine veränderungsnotwendige Tarifpolitik, die besser auf die wirtschaftlichen Bedingungen in der Zeitungsbranche eingeht“. Erreicht worden sei ein Einstieg in eine dringend notwendige dauerhafte Korrektur des Tarifniveaus, sagte er unmittelbar nach dem 18-stündigen harten und zeitweise sehr zähen Verhandlungsmarathon am 25. Februar in Berlin.

Über sieben Verhandlungsrunden weigerten sich die Gewerkschaften, anzuerkennen, dass es sich bei der wirtschaftlichen Entwicklung in der Zeitungsbranche nicht nur um ein kurzfristiges konjunkturbedingtes Phänomen handelt, sondern zugleich um einen tiefgreifenden Strukturwandel, der nach einer Veränderung des hohen Tarifniveaus verlange. Erst in der achten Verhandlungsrunde gelang es dann, die Verhandlungskommission von ver.di und Deutscher Journalisten-Verband (DJV) zu überzeugen, dass nur dauerhaft wirkende Regelungen im Manteltarifvertrag der Branche weiterhelfen und zeitlich befristete Sonderregelungen von den Verlegern abgelehnt würden. Bei den langen Auseinandersetzungen über die notwendige Absenkung der Urlaubsdauer für Redakteure machten die Mitglieder der BDZV-Verhandlungskommission immer wieder klar, dass es dabei nicht um den Abbau den Arbeitsplätzen gehe, sondern vielmehr um eine Verbesserung der betrieblichen Abläufe in den Redaktionen. Am Ende der langen Verhandlungsnacht stand dann endlich der folgende Tarifkompromiss: Urlaubsgeld: Künftig erhalten Redakteure 80 Prozent eines Monatsgehalts; neue Staffel bei der Urlaubsdauer: bis 40 Jahre – 30 Tage; bis 50 Jahre – 32 Tage; bis 55 Jahre – 33 Tage; ab Vollendung des 55. Lebensjahres erhalten die Redakteure 34 Tage Urlaub. Die Gehälter werden für die Zeit vom 1. Juni 2004 bis 31. Juli 2005 um 1,3 Prozent erhöht. Der Gehaltstarifvertrag gilt rückwirkend bis zum 1. August 2003; für diesen Zeitraum bleiben die Gehälter unverändert. Für den Manteltarifvertrag wurde eine Laufzeit bis 31. Dezember 2006 vereinbart.

zurück