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30. November 2010 | Allgemeines

Hospitality-Aktivitäten nicht unter Generalverdacht stellen

ZAW und Sportverbände schlagen Alarm

Veranstaltungswirtschaft, Werbebranche, Stadionbetreiber und der deutsche Olympische Sportbund schlagen Alarm: Immer häufiger ziehen sich Unternehmen aus der Finanzierung von Kultur- und Sportveranstaltungen zurück, da sie seit neuestem überschnell unter Korruptionsverdacht geraten.

ZAW LOGODie wirtschaftlichen Folgen dieses Generalverdachts gegen Gastgeber und Gäste seien fatal, sagte ein Sprecher des 40 Verbände umfassenden Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft ZAW in Berlin. Bereits jetzt hätten sich börsennotierte Konzerne interne Richtlinien gegeben, die Einladungen als Gastgeber oder Gast von Sport- und der Kulturveranstaltungen gar nicht oder nur unter strengen Bedingungen zuließen. Schwund auch beim Engagement des ebenso verunsicherten Mittelstands, der bisher mehrheitlich das Bild der Sponsoring-Wirtschaft präge.

Verlierer sind Veranstalter von Festivals, Opernhäuser und die Theater, Stadien und Arenen. "Sie sind auf solche Hospitality-Aktivitäten der Wirtschaft wegen hoher Veranstaltungskosten dringend angewiesen, weil sich der Staat immer stärker aus der Finanzierung sportlicher und kultureller Veranstaltungen zurückzieht". Die Verluste würden bis in die Kassen von Städten und Gemeinden durchschlagen. "Leidtragender des Rückgangs solcher Sponsoringmaßnahmen sei auch der Fußball-Fan, der bislang von der Quersubventionierung seines Tickets durch Vermarktung von Logen und sogenannten Business-Seats enorm profitiert: Seine Eintrittskarte ist durch Hospitality-Umsätze deutlich billiger". Nur deshalb könnten die Fußball-Vereine den Fans in Deutschland im Vergleich zu anderen Spitzenligen in Europa wesentlich niedrigere Eintrittspreise anbieten.

Gemeinsame Erklärung von Betroffenen

In einer 'Erklärung zu Einladungen im geschäftlichen Verkehr' haben die Verbände des ZAW Leitlinien als selbstdisziplinäre Vorgaben für die verantwortungsvolle Einladungspraxis unter Geschäftsleuten entwickelt. Sie werden mitgetragen vom Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft, von der Vereinigung deutscher Stadionbetreiber sowie vom Deutschen Olympischen SportBund. In den Vorgaben heißt es unter anderem: Einladungen im geschäftlichen Verkehr seien so zu gestalten, dass ihre Annahme den Empfänger im konkreten Fall nicht in eine Abhängigkeit bringt und sie nicht als Aufforderung zur Gewährung einer bestimmten Gegenleistung missverstanden werden kann.

Der ZAW will die Leitlinien als Beitrag zur Auflösung des Spannungsfelds zwischen gesellschaftlich anerkannter Einladungspraxis auf der einen und strafrechtsrelevanter Korruption auf der anderen Seite verstanden wissen.

Ort: Berlin

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