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24. Juli 1997 | Allgemeines

Gewerkschaften verweigern Kooperation

BDZV, Börsenverein und VDZ wollen Berufsbild modernisieren

In einem Grundsatzgespräch der von Börsenverein des Deutschen Buchhandels (BöV), Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) getragenen Arbeitsgruppe "Verlagskaufmännische Ausbildung" zusammen mit dem Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung haben Deutsche Angestellten-Gewerkschaften (DAG) und IG Medien am 18. Juli 1997 in Bonn ihre Mitwirkung an einer Überarbeitung des geltenden Berufsbilds "Verlagskaufmann/-frau" verweigert.

Die Vorschläge der Arbeitgeber sehen vor, daß Berufsbild "Verlagskaufmann/-frau" mit seinen beiden Ausbildungsschwerpunkten Zeitungs- und Zeitschriftenverlag oder Buchverlag modernen Entwicklungen insbesondere im Gattungsmarketing und bei den neuen Trägermedien anzupassen.

Im Vorfeld waren alle Beteiligten übereingekommen, das Berufsbild "Verlagskaufmann/-frau" zu modernisieren, um die über 2000 Ausbildungsplätze in diesem Bereich zukunftssicher zu gestalten und unabhängig davon ein neues Berufsbild "Kaufmann/-frau" für audio/visuelle Medien" (Arbeitstitel) zu entwikkeln. Den Vorschlägen der Arbeitsgruppe "Verlagskaufmännische Ausbildung" stimmten die Gewerkschaftsvertreter zwar in der Sache zu, forderten aber ein Junktim zwischen beiden Projekten mit dem Ziel, beide Berufsbilder in einer gemeinsamen Rechtsverordnung zusammenzuführen, obwohl auf die Arbeitgeberseite vollkommen verschiedene Träger und Organisationen beteiligt sind. Um einen zügigen Abschluß der Arbeiten bis Mitte 1998 nicht zu gefährden, erklärte sich die Arbeitsgruppe "Verlagskaufmännische Ausbildung" bereit, den Antrag auf Neufassung des Berufsbilds "Verlagskaufmann/-frau" zeitgleich mit demjenigen auf Schaffung eines Berufsbilds "Kaufmann/-frau für audio/visuelle Medien" zu entsenden und in die Fachgespräche der Sachverständigen auf Arbeitgeberseite gegenseitig Beobachter auszutauschen, um Parallelität und Transparenz zu gewährleisten. Für beide Berufsbilder wurden auch zeitgleiche, allerdings getrennte Rechtsverordnungen befürwortet. Schließlich erklärte sich die Arbeitsgruppe "Verlagskaufmännische Ausbildung" noch bereit, mit Inkrafttreten dieser Verordnungen eine gemeinsame Kommission zur Prüfung einzusetzen, ob im Zuge der weiteren Entwicklungen in der Medienbranche zu einem späteren Zeitpunkt beide Berufsbilder zusammengeführt werden können. Die Gewerkschaftersvertreter wiesen diesen Kompromißvorschlag zurück, ungeachtet nachdrücklicher Appelle der Arbeitsgruppe "Verlagskaufmännische Ausbildung", angesichts der schwierigen Arbeitsmarkt- und Ausbildungsituation alles dafür zu tun, daß auch künftig Ausbildungsplätze in möglichst wachsendem Umfange zur Verfügung gestellt werden könnten. Zur Vereinbarung eines neuen Termins sahen sich die Gewerkschaftsvertreter nicht in der Lage.

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