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07. November 2016 | Lob und Preis

Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus verliehen

Der Vorsitzende der Jury, Dr. Stefan von Holtzbrinck, hat die Preisträger des Georg von Holtzbrinck Preises für Wissenschaftsjournalismus 2016 am 27. Oktober in Berlin ausgezeichnet. Bernhard Albrecht ist Preisträger in der Kategorie Print, der freie Wissenschaftsjournalist Thomas Reintjes erhält den Preis in der Kategorie elektronische Medien und die beiden freien Journalisten Lydia Klöckner und Adrian Lobe sind Preisträger in der Kategorie Nachwuchs. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen eines festlichen Dinners mit rund 100 Gästen aus Wissenschaft und Forschung, Politik und Medien.

Albrecht_Bernhard_c_Markus_Gruber.jpgBernhard Albrecht wird von der Jury ausgezeichnet für seinem, laut Jury, „fundiert recherchierten und sehr differenziert aufbereiteten" Arbeiten im „Stern": „Der Beitrag ,Goldgrube im Mund' dokumentiert eindrucksvoll den Wandel in der zahnmedizinischen Versorgung vom medizinisch Notwendigen hin zum profitorientierten Verkauf von Gesundheit und Schönheit. Sein Artikel ,Der Blutdruck-Code', zeigt anschaulich und faszinierend die über zwanzigjährige Erforschung und Entdeckung der Ursachen der Volkskrankheit Bluthochdruck und die Bedeutung des Zufalls in der Forschung. In ,Gefährliche Heiler', schreibt er über lebensgefährliche Therapien von Heilpraktikern und Alternativmedizinern am Beispiel Brustkrebs. In eindrucksvoller Weise gelingt es dem Autor mit klarer Sprache und geschliffenem Stil, komplexe Wissenschaftsthemen und ihrer Bedeutung für den Einzelnen verständlich, lehrreich und gleichzeitig spannend darzustellen. Bernhard Albrechts Arbeiten tragen in vorbildlicher Weise zur Vermittlung von Wissenschaft an eine breite Öffentlichkeit bei."

Reintjes_Thomas.jpgThomas Reintjes wird von der Jury ausgezeichnet für seine im Deutschlandfunk in der Reihe „Forschung aktuell – Wissenschaft im Brennpunkt“ gesendeten Beiträge zu komplexen Technik- und Mathematikthemen und für seinen Blog. „Die Beiträge überzeugen durch profunde Recherche und detaillierte Aufbereitung. Das Stück ,Maschinen lügen nicht - Wenn Roboter mit der Wahrheit spielen' geht der Frage des Wissens von Maschinen nach und den Zusammenhängen zwischen der Fähigkeit zu Lügen und Intelligenz. In ,Calculemus! – Der Mathematiker Thomas Hales und die Kunst Orangen zu stapeln' berichtet der Autor anschaulich über den computerunterstützten formalen Beweis des Keplerschen Theorems. Der Blog ,1 oder 0, Leben oder Tod' beschreibt eindrucksvoll den Einsatz von Robotik und autonomen Waffen im modernen Krieg und die damit verbundenen Probleme und Kernfragen des Kriegsvölkerrechts. Mit aufwändigen O-Tönen und tiefer Analyse fasziniert Thomas Reintjes den Zuhörer und vermittelt verständlich und in vorbildlicher Weise sehr komplexe Wissenschaftsthemen einer breiten Öffentlichkeit."

Kloeckner_Lydia.jpgLydia Klöckner wird von der Jury gewürdigt für ihre in „Zeit" und „Zeit Wissen" veröffentlichten Artikel „Ersatz gesucht“ über die vorhandenen Alternativen zu Tierversuchen, die sich nur langsam durchsetzen, „Chemie auf Knopfdruck“ über einen Chemiker, der eine Maschine zur Synthese von Molekülen entwickelt hat, die in der Pharmazie verwendet werden könnte und „Eine Hoffnung namens Pathoblocker“, über Medikamente, die nicht die multiresistenten Keime selbst, sondern nur ihre schädlichen Eigenschaften bekämpfen würden.

Lobe_Adrian.jpgAdrian Lobe, freier Wissenschaftsjournalist wird von der Jury gewürdigt für seine in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlichten Artikel „Wir laufen auf Autopilot“ über die These, dass sich Menschen immer mehr wie Computer verhalten anstatt dass sich Computer an Menschen anpassen, „Ist das ein Flüchtling oder Terrorist?“ zur Debatte über eine Software zur Unterteilung von Flüchtlingen und die Gefahr der Vorverurteilung und „Sag, bist du's auch wirklich?“ über Google, das an einem Authentifizierungssystem arbeitet, das auf biometrischen Daten und Nutzerverhalten basiert. „Mit ihren gründlich recherchierten, gut aufbereiteten Beiträgen gelingt es beiden Autoren überzeugend beim Leser Neugier für Wissenschaftsthemen zu wecken", heißt es in der Jurybewertung. 

  • Der Preis wurde 1995 von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck anlässlich ins Leben gerufen. Er wird jährlich vergeben und würdigt herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Wissenschaftsjournalismus. Es wird jeweils ein Preis in den Kategorien Print, elektronische Medien und Nachwuchs vergeben. Die Preise in den Kategorien Print und elektronische Medien sind mit jeweils 5.000 EUR, der Nachwuchspreis mit 2.500 EUR dotiert. Der Jury gehören, unter dem Vorsitz von Dr. Stefan von Holtzbrinck, renommierte Journalisten und Wissenschaftler an.

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