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20. Januar 2011 | Allgemeines

„Freiheit für inhaftierte deutsche Reporter“

Verlegerverbände und Gewerkschaften starten Anzeigenkampagne

Deutsche und internationale Verlegerver-bände sowie Journalistenvereinigungen ap-pellieren seit Anfang des Jahres 2011 mit ei¬ner großen Anzeigenkampagne an die irani¬sche Regierung, die zwei inhaftierten deut¬schen Reporter freizulassen.

Die Initiative wurde vom BDZV und vom Ver­band Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) ins Leben gerufen und wird unterstützt vom Deut­schen Journalisten-Verband (DJV), der Deut­schen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di) sowie von Reporter ohne Grenzen. Außerdem erklären der Weltverband der Zeitun­gen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA), der europäische Zeitungsverlegerverband ENPA, die International Federation of the Periodical Press (FIPP) sowie die European Federation of Maga­zine Publishers (FAEP) ihre Solidarität.

Die Kampagne unter dem Titel „Freiheit für die beiden im Iran inhaftierten deutschen Reporter!“ startete am 9. Januar 2011 mit Anzeigen unter anderem in der „Frankfurter Allgemeinen Sonn­tagszeitung“, „Bild am Sonntag“ und „Welt am Sonntag“ (jeweils Berlin). Mittlerweile wurden die Anzeigenmotive auch von zahlreichen weiteren deutschen Zeitungen, regionale wie nationale, in Print und Online veröffentlicht.

In der Anzeige heißt es: „Wir appellieren, auch im Namen der Familien und der Freunde der Reporter, an die Regierung des Iran, die beiden Journalisten sofort freizulassen. Wahrheitssuche ist kein Verbrechen. Journalistische Neugier ist die Grundlage der Pressefreiheit. Pressefreiheit ist der Gradmesser der Freiheit.“

Die Journalisten wollten den Sohn der wegen Ehebruchs zum Tod verurteilten Sakine Moham­madi Aschtiani interviewen. Die bisherigen Ver­mittlungsversuche der Bundesregierung haben die iranischen Machthaber nur zu einer Be­suchsmöglichkeit bewegen können.

BDZV-Präsident Helmut Heinen: „Es kann nicht sein, dass zwei Journalisten durch Inhaftierung daran gehindert werden, ihren Job zu machen – nämlich ein wichtiges Thema aufzugreifen und vor Ort gründlich zu recherchieren. Mit unserer Kampagne wollen wir ein Zeichen für die Unan­tastbarkeit der Pressefreiheit setzen.“

VDZ-Präsident Hubert Burda forderte die irani­sche Regierung schon bei den Zeitschriftentagen 2010 zur Freilassung auf. In „Bild am Sonntag“ vom 2. Januar 2011 erneuerte er seine Forde­rung: „Die beiden Journalisten haben sich in Ausübung ihres Berufs und im Einsatz für eine freie Berichterstattung in Iran aufgehalten. Wir fordern ihre sofortige Freilassung und damit Be­achtung und Respekt vor den Grundsätzen der Pressefreiheit.“

„Die iranischen Behörden haben kein Recht, die beiden Kollegen nun schon seit Monaten festzuhalten. Wir fordern von der iranischen Re­gierung: Beenden Sie die Willkür sofort und las­sen Sie die beiden Journalisten frei“, erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken.

Ulrich Janßen, Vorsitzender der dju in ver.di, bekräftigt nachdrücklich die Forderung der Teil­nehmer des dju-Journalistentags im November 2010 nach sofortiger Freilassung der beiden Kollegen. „Ihre Verhaftung verstößt gegen irani­sches und internationales Recht und zielt auf die generelle Einschüchterung von Journalisten im Iran. Freie Berichterstattung wird so unmöglich.“

Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert diesen massiven Eingriff in die Pressefreiheit seit der Verhaftung der beiden Deutschen und ist ange­sichts der mehrmonatigen Haftdauer der Repor­ter und öffentlichen Zurschaustellung im irani­schen Fernsehen extrem besorgt. „Die beiden deutschen Journalisten dürfen nicht als Faust­pfand für politische Verhandlungen oder zu weite­ren Propagandazwecken genutzt werden. Sie müssen umgehend freigelassen werden“, fordert der Vorstandssprecher von ROG in Deutschland Michael Rediske. Kontakt: BDZV, Anja Pasquay, Telefon 030/726298-233, E-Mail pasquay(at)bdzv.de.

Weitere Informationen zur Kampagne finden sich unter www.bdzv.de.

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