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21. Februar 2002 | Digitales

Experimente und Innovationen – der Weg zum Erfolg in den Neuen Medien erfordert Mut

Keine Angst vor Fehlschlägen – Ratschläge für die nächste Phase bei interaktiven Newsmedien

Der „Beginn des Zeitalters der persönlichen Medien“ (Paul Saffo), die „Branche am Wendepunkt“ (Howard Finberg), „das Ende der ersten Runde“ (Steve Rossi) – Branchenexperten drückten auf ihre jeweils eigene Art aus, was auch den Teilnehmern der Konferenz nur zu bewusst schien: Die interaktiven Zeitungen treten in eine neue Phase ihrer Existenz ein - eine Phase, in der das wirtschaftliche Überleben vor allem von der eigenen Innovations- und Experimentierbereitschaft, der Anwendung neuer Technologien sowie einer strikten Ausrichtung an den Wünschen und Bedürfnissen der Konsumenten abhängt. Dies war der Grundton bei der 13th Annual Interactive Newspapers Conference & Trade Show, die vom 6. bis zum 9. Februar 2002 in San Jose, Kalifornien, stattfand.

"Wir sind auf dem richtigen Weg", lobte Scott Meyer, General Manager von NYTimes.com, die Branche. "Jetzt suchen wir nach Lösungen für Probleme, und nicht mehr nach Problemen für unsere Lösungen. Vorbei sind die Zeiten, in der Dinge im Internet gemacht wurden, nur weil sie möglich waren." Ein Gefühl von Neuanfang, Schaffenskraft und Kooperation lag über der Konferenz, die erwartungsgemäß wesentlich weniger gut besucht war als noch vor einem Jahr.

Viele Redner nutzten die Gelegenheit, ihre Kollegen in der interaktiven Zeitungsbranche zu einem "neuen Denken" aufzufordern. Der Weg führe weg vom Massenmedium und hin zu den persönlichen, manipulierbaren und bald auch überall verfügbaren Medien. Nur ständiges Experimentieren und Innovieren verspreche Hoffnung auf Erfolg. Keine Angst vor Fehlschlägen, die gehören dazu - nur möglichst billig sollte man scheitern, ermunterte Steve Rossi, Präsident der Zeitungsdivision von Knight Ridder.

In mancher Hinsicht ist der Boden unter den Füßen auch stabiler geworden. Viele Voraussagen und Befürchtungen sind nicht eingetreten: Onlinenachrichtensites haben die Zeitungen nicht kannibalisiert, gedruckte Kleinanzeigen gibt es trotz Onlinekonkurrenz auch noch, und Papier ist längst nicht abgeschafft - im Gegenteil, das Produkt, das sich online am besten verkauft, sind Bücher. Statt zu konkurrieren, sehen alte und neue Medien sich zunehmend als Partner - mit Erfolg, wie der kombinierte Recruitmentservice "Careerbuilder" (ein Knight Ridder/Tribune Joint Venture), SFGates "PersonalShopper", integrierte Werbekampagnen und andere Beispiele beweisen.

Vermehrter Einsatz von Interaktivität und Multimedien, bessere Zusammenarbeit zwischen Print und Online, eine größere Betonung von internationalen Nachrichten und ausländischen Perspektiven - das sind die positiven Auswirkungen, die die Ereignisse vom 11. September auf US-Nachrichtensites hatten. Wie Websites sich nach den Terrorangriffen veränderten, wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion festgestellt.

Ein Thema, das immer wieder in die Diskussionen einfloss, war - "Kinder". Sie sind die neue Generation, die mit den neuen Medien aufwächst, die von den Medien erwarten, dass sie sie nach Bedarf manipulieren und zu ihren Nutzen einsetzen können. Spätestens wenn diese Generation herangewachsen ist, müssen die Medien wirklich interaktiv sein - etwas anderes werden die Kinder von heute nicht akzeptieren. Wer also Inspiration für die immer wieder geforderte Innovation braucht, muss meist nicht lange suchen - die Kinder von heute bieten sie.

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