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22. Juli 2009 | Allgemeines

Druckindustrie rechnet mit Umsatzrückgang

60 Prozent der genannten Produktion von Werbeausgaben abhängig

Die deutsche Druckindustrie erwartet für das laufende Jahr einen Umsatzrückgang von sechs Prozent. Als wesentlichen Grund nannte der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) anlässlich seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main am 14. Juli 2009 die rückläufige Werbekonjunktur. Schon 2008 war der Umsatz mit 23,3 Milliarden Euro um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Als Folge der Krise müsse mit zunehmenden Insolvenzen von Unternehmen und einem weite­ren Arbeitsplatzabbau gerechnet werden, erklärte Verbandspräsident Rolf Schwarz. Derzeit arbei­teten rund 172.000 Beschäftigte in der Branche, darunter im ersten Quartal 3.586 in Kurzarbeit. Die Zahl der arbeitssuchend Gemeldeten bei Druckbe­rufen sei im ersten Halbjahr 2009 um 13 Prozent gestiegen, die Zahl der offenen Stellen um 24 Prozent gesunken.

Etwa 60 Prozent der gesamten Druckproduk­tion sind von Werbeausgaben abhängig. Mit ei­nem Produktionswert von rund sechs Milliarden Euro machen reine Werbedrucke und Kataloge mehr als ein Viertel der gesamten Druckproduk­tion aus. Ihr Druckvolumen konnte im vergange­nen Jahr rund 2,5 Prozent zulegen. Ein Minus verzeichneten Zeitschriften (-6,2 Prozent) sowie Zeitungen und Anzeigenblätter (-3,3 Prozent). Die Produktion von Büchern ist um 1,9 Prozent auf einen Produktionswert von einer Milliarde Euro gesunken.

Neben den konjunkturellen Problemen kämpf­ten vor allem die Hersteller von Massendrucksa­chen mit Überkapazitäten, berichtete Schwarz weiter. Über einen geordneten Rückbau der ge­samten europäischen Branche sei man mit der EU-Kommission im Gespräch. Stetiges Wachs­tum verzeichneten die Unternehmen mit Medien­datenbanken, stark veredelten Druckprodukten sowie mit Großformaten für die Außenwerbung. Preissteigerungen seien nicht durchsetzbar ge­wesen, so dass sich die Ertragslage für viele Un­ternehmen dramatisch verschlechtere.

Es sei denkbar, dass die Zahl der Insolvenzen wieder das Niveau von 2003 erreiche, als mehr als 370 Unternehmen zahlungsunfähig wurden, berichtete bvdm-Geschäftsführer Thomas Mayer. An die Politik richtete Mayer die Forderung, für gedruckte Werke der Informationsvermittlung den Mehrwertsteuersatz von derzeit sieben auf fünf Prozent abzusenken. Denkbar sei auch – im Ein­vernehmen mit der EU – eine komplette Ab­schaffung der Umsatzsteuer für derartige Pro­dukte. „Gedruckte Werke sind das Lebenselixier für Demokratie und politische Bildung“, sagte Mayer.

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