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03. April 1997 | Allgemeines

Drogenmafia und Extremisten ermorden Journalisten

IPI: In zehn Jahren 474 Opfer von Anschlägen

Im vergangenen Jahr wurden weltweit 26 Journalisten ermordet und 185 inhaftiert. Besonders gefährlich leben Berichterstatter nach Angaben des Internationalen Presse-Instituts (IPI) in Algerien - dort starben sieben Journalisten - und Kolumbien.

Allein in diesen zwei Ländern wurden in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100 Reporter umgebracht, hieß es am 26. März auf der Abschlußsitzung des IPI, das drei Tage in der südspanischen Stadt Granada versammelt war. Insgesamt seien im vergangenen Jahrzehnt 474 Journalisten Mordanschlägen zum Opfer gefallen. Während in Algerien die Gefahr von islamischen Extremisten ausgehe, würden Journalisten in Kolumbien von der Drogenmafia bedroht. In dem südamerikanischen Land sei die Presse zum letzten Bollwerk der Gesellschaft bei der Verteidigung ethischer und moralischer Werte und zum letzten Schützengraben im Kampf gegen die "Drogenbarone" geworden, sagte der Chefredakteur der Zeitung "El Tiempo" (Bogota), Enrique Santos Calderon. Die Drogenmafia habe die "traditionellen Militärdiktaturen" ersetzt. Als neuer Vorsitzender des Exekutivausschusses wurde auf der 46. IPI-Jahrestagung der Amerikaner Eugene L. Roberts ("The New York Times") bestimmt. Er löst für zwei Jahre den Briten Peter Preston ab. Auf dem dreitägigen Kongreß hatten die 500 Delegierten aus 543 Ländern unter anderem vor den Gefahren der Medienkonzentration gewarnt und mehr Sensibilität bei der Berichterstattung über ausländische Einwanderer gefordert. In einer Resolution sprach sich das IPI gegen eine Zensur im Internet aus. Das Institut wurde 1951 mit dem Ziel gegründet, die Pressefreiheit in aller Welt zu wahren und auszubauen. Direktor des IPI ist seit 1993 der Österreicher Johann P. Fritz.

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